Keine Geschenke mehr für Kunden

Dattelner Apotheken fürchten ausländische Versandhändler

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DATTELN - Taschentücher, Bonbons und andere Mini-Geschenke dürfen von Apotheken nun nciht mehr verteilt werden. Das Verbot stärkt die Konkurrenz aus dem Ausland.

Eine Probe Handcreme, eine Packung Taschentücher oder ein paar Traubenzucker-Bonbons hat man oft bei seinem Apotheken-Einkauf geschenkt bekommen. Doch das gehört jetzt der Vergangenheit an: Apotheken-Kunden mit Rezept vom Arzt dürfen zum Medikament keine Kleinigkeiten, auch nicht im Centbereich, dazu bekommen. Das entschied jetzt der Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

Was das für Auswirkungen auf die Dattelner Apotheken haben könnte, weiß Anne Schmitz, Apothekensprecherin, noch nicht. „Wir Apotheker begrüßen die Preisgleichheit“, sagt sie. Verschreibungspflichtige Arzneimittel müssen in Deutschland nämlich überall gleichviel kosten. Mit Kundenpräsenten unterlaufen Apotheker nach Einschätzung des Bundesgerichtshofs diese Preisbindung. „Was uns aber sehr ärgert, sind die ausländischen Versandapotheken.“ Viele von ihnen bieten, so Schmitz, Boni an oder werben mit dem Wegfall der Rezeptgebühr.

Anne Schmitz teilt die Kunden ihrer Glückauf-Apotheke in zwei Gruppen: die einen, denen es egal ist, ob es kleine Präsente beim Einkauf dazu gibt und die anderen, die großen Wert darauf legen. „Jetzt haben wir Angst und Sorge, dass sich der Umsatz der lokalen Apotheken verringern wird, weil mehr Menschen im Ausland bestellen“, sagt sie. „Das ist unser Hauptproblem.“ Die Boni für einige Versandhändler im Ausland seien nämlich nicht begrenzt. Durch den kompletten Wegfall der Geschenke „wird es noch enger geschnürt“. Deswegen kämpfen die Apotheken schon seit längerer Zeit für ein Verbot solcher Versandapotheken. Denn wenn alle Apotheken gleich seien, gebe es auch kein Problem.

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