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Radeln für einen guten Zweck, Ötztal, Prof Rostasy Ötztalmarathon

Kinderklinik-Projekt

Chefarzt geht auf eine beinharte Mammut-Tour

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DATTELN - Prof. Dr. Kevin Rostasy tritt bei einem der härtesten Radmarathons der Welt für ein Kinderklinik-Projekt in die Pedalen.

Der legendäre Ötztal-Radmarathon ist eines der größten und anspruchsvollsten Rennen für Hobby-Radrennfahrer in der Welt. Unter den 4000 Teilnehmern aus 15 Nationen, die am 2. September im österreichischen Sölden an den Start gehen werden, ist auch ein bekannter Dattelner: Prof. Dr. Kevin Rostasy, Chefarzt der Neuropädiatrie der Vestischen Kinder- und Jugendklinik.

Rostasy nimmt die große Herausforderung (238 Kilometer, 5500 Höhenmeter und vier Alpenpässe an einem Tag) nicht nur aus Spaß am Sport und zur Selbstbestätigung an, vielmehr tritt er mit seinem Marler Sportkollegen Roland Josler, Technikleiter bei „evonik“, für eine gute Sache in die Pedale: Er sammelt Geld ein für ein Projekt für MS-kranke Kinder – fünf Euro pro Höhenmeter.

20.000 Euro für ein Multiple-Sklerose-Register

Man weiß bislang noch recht wenig über die Multiple Sklerose (MS) bei Kindern, „obwohl fünf bis zehn Prozent der Betroffenen bereits vor dem 16. Lebensjahr daran erkranken“, erklärt Prof. Rostasy. Um mehr über das Krankheitsbild bei Kindern zu erfahren, bräuchte es ein landesweites Register, ein Netzwerk, in dem die bekannten Fälle zusammengefasst sind. Die Deutsche MS-Gesellschaft hat Kevin Rostasy den Auftrag erteilt, ein solches Netzwerk zu schaffen und 20.000 Euro für den Aufbau eines MS-Registers bereitgestellt. Die gleiche Summe will der Chefarzt der Kinderklinik zum Projekt beisteuern – zusammengetrampelt aus 5500 Höhenmetern.

Wie viele Kinder mit MS gibt es in NRW? Wie viele erkranken jedes Jahr neu? Mit welchen Symptomen haben die MS-erkrankten Kindern zu kämpfen? Und wie werden sie behandelt? Die Antworten auf diese Fragen bringen die Mediziner ein großes Stück voran auf dem Weg, die Versorgung und die Perspektiven der MS-kranken Kinder zu verbessern: „Je früher und gezielter die Behandlung einsetzt, desto besser können wir den Verlauf der Krankheit abmildern oder aufhalten“, erklärt der Chefarzt der Kinderklinik das Ziel der Studie.

1000 Kilometer im Monat als Training

Wer vor der Leistung von Kevin Rostasy den Hut zieht und die gute Sache unterstützen will, spendet an die DMSG, Stadtsparkasse Düsseldorf, IBAN DE32 3005 0010 0163 43

Was den persönlichen Einsatz angeht, da lässt sich der Professor wahrlich nicht lumpen. Der Radmarathon ist beinhart und nur mit jahrelangem Training zu schaffen. 5000 Trainings-Kilometer pro Jahr, zwei Jahre hintereinander, empfehlen die Experten als Voraussetzung für die Teilnahme. 10,5 Stunden brauchte der schnellste Hobby-Radrennfahrer im vergangenen Jahr für die gewaltige Strecke. Kevin Rostasy ist guter Dinge, dass er die Herausforderung meistert: „Ich habe gut trainiert, zuletzt 1000 Kilometer im Monat.“ Und ganz wichtig: Die Temperaturen werden im September dort oben sicherlich 10 bis 15 Grad niedriger sein als aktuell bei uns.

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