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25-jähriges Dienstjubiläum feiern die beiden Küsterinnen der evangelischen Kirchengemeinde Datteln: die Schwestern Gertrud Sonntag (li.) und Anja Kemper.

Kirche

Zwei Schwestern und ihre Berufung

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DATTELN - Jeweils 25 Dienstjahre haben Gertrud Sonntag und Anja Kemper als Küsterinnen der Luther- bzw. Versöhnungskirche schon hinter sich.

Sie sind die „guten Seelen“ der Lutherkirche und der Versöhnungskirche in Datteln: Die Küsterinnen-Schwestern Gertrud Sonntag und Anja Kemper kennen ihre Kirche wie kaum ein Zweiter. Beide haben ihr Amt nun schon seit 25 Jahren inne. Mit einem Empfang und zahlreichen Wegbegleitern wurde das Dienstjubiläum im Etienne-Bach-Haus gebührend gefeiert.

Umarmungen, Blumensträuße und Umschläge – die beiden Ehrengäste Gertrud Sonntag und Anja Kemper hatten eine Menge zutun. Schließlich war der zahlreiche Besuch wegen ihnen gekommen. Dennoch erinnert sich Anja Kemper bei all dem Trubel gerne daran zurück, wie alles anfing.

Vor 30 Jahren begann sie bereits ehrenamtlich bei der evangelischen Kirche mitzuwirken. Ihre Schwiegermutter war Küsterin und Anja Kemper half, wo sie nur konnte. Des Öfteren musste sie auch mal einspringen. „Ich bin dann einfach dabei geblieben“, sagt die 55-Jährige, die für die Versöhnungskirche in Dattelns Süden zuständig ist.

Durch ihre Schwester ist dann auch Gertrud Sonntag auf den Küsterinnen-Beruf aufmerksam geworden. „Ich habe dann mal reingeschnuppert“, sagt die 57-Jährige, die in der Lutherkirche sowie im Etienne-Bach-Haus aktiv ist. „Ich liebe meinen Dienst hier“, sagt sie selbstbewusst und verweist freudig auf die zahlreichen Menschen, die zur Ehrung erschienen sind.

Die Aufgaben der Küsterinnen sind durchaus vielfältig. Sie bereiten den Gottesdienst vor, zünden die Kerzen an und sorgen dafür, dass alles bereit ist, wenn die Messe beginnt. Aber sie sind auch ständig in Bereitschaft, zeigen die Kirchen heiratswilligen Paaren auf der Suche nach dem richtigen Ort für die Trauung oder nehmen wichtige Anrufe entgegen. „Küsterin bedeutet ja auch Wächterin oder Kümmerin“, sagte Pfarrer Thomas Mämecke, der den Empfang eröffnete.

Die Schwestern sind sich einig: Küsterinnen sind sie nicht nur als Beruf, es ist für sie eine Berufung, die sie bis zum Austritt aus dem Arbeitsleben noch weiterführen wollen. „Noch elf Mal Weihnachtsbaum-Aufstellen“, schmunzelt Anja Kemper. „So rechnen wir unsere verbleibenden Dienstjahre.“

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