Kita-Plätze

Neue Kita kommt neben die Lohschule

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Datteln - Jugendhilfeausschuss fasst Standort-Grundsatzbeschluss. Detail-Entscheidungen gibt es aber erst 2019 – es geht ums Geld.

In Datteln fehlen reichlich Kita-Plätze. Das Problem ist spätestens seit den Bedarfsprognosen von 2016 hinreichend bekannt. Nun gibt es Licht am Ende des Tunnels. Der Jugendhilfeausschuss hat einen Grundsatzbeschluss zum Bau einer neuen Vier-Gruppen-Einrichtung gefasst. Allerdings nur, was die Standortfrage betrifft. Die neue Kita soll auf einem städtischen Grundstück an der Düppelstraße angrenzend an das Gelände der Lohschule entstehen.

Weitere Detailentscheidungen zur eigentlichen Bauausführung und zur Trägerfrage wird es allerdings offiziell erst frühestens im Frühjahr 2019 geben. Entsprechend wird sich die Fertigstellung trotz des dringenden Bedarfs noch hinziehen. Grund dafür: Es geht einmal mehr ums Geld. SPD und CDU wiesen auf geplante Gesetzesänderungen in Bund und Land hin, was die Finanzierung neuer Kita-Einrichtungen betrifft.

Es soll mehr Geld für die Städte geben. Deswegen soll, so der politische Wunsch, nicht vor Inkrafttreten dieser Änderungen eine endgültige Detail-Planung verabschiedet werden, um sich nicht neue, zusätzliche Fördermöglichkeiten zu verbauen. Vielleicht stehe dann ja so viel Geld zur Verfügung, dass wir nicht nur das Nötigste umsetzen können, hofft Thomas Benterbusch von der CDU.

Aktuell fehlen rund 90 Plätze

Aktuell fehlen nach Angaben der Stadt in Datteln rund 90 Kita-Plätze, wobei der U2-Bereich mit 39 Kindern den größten Anteil einnimmt. Im U3-Bereich fehlen 29 Plätze, bei den Ü3-Kindern sind es 24. Das spiegelt laut Axel Heinze vom Jugendamt auch die künftige Entwicklung in der Kita-Versorgung wieder. „Wir stellen ganz deutlich fest, dass der Bedarf im U3- und U2-Bereich steigt und künftig noch steigen wird“, so Heinze gegenüber unserer Redaktion.

Und das stellt die Stadt vor weitere Probleme und macht aus Sicht Heinzes sowie der Politik auch die Planung einer weiteren neuen Kita erforderlich – unabhängig von der geplanten Kita an der Düppelstraße. Die Problematik: Je jünger die zu betreuenden Kinder werden, desto weniger Plätze stehen in einer Gruppe zur Verfügung – allerdings bei gleichem Raumbedarf. Eine reine Ü3-Gruppe kann mit 25 Kindern belegt werden. Eine Gruppe mit U3- und U2-Kindern (Verhältnis 14 zu 6) kann maximal 20 Kindern Platz bieten. Und eine reine U2-Gruppe kann maximal zehn Kindern Betreuung bieten.

Das jahrelange Problem der sogenannten Überhangplätze – also eine Belegung über die eigentliche maximale Gruppenstärke hinaus – scheint die Stadt indes in den Griff bekommen zu haben. Im Kita-Jahr 2015/16 gab es noch rund 60 dieser Überhangplätze, was auch zu einer sinkenden Betreuungsqualität führen kann. Aktuell zählt die Stadt laut Heinze noch zwei Überhangplätze. Die zwei neuen Gruppen im Dümmer sowie die beiden Gruppen in Hachhausen, die im November an den Start gehen, hätten hier laut Heinze für Entspannung gesorgt. Hinzu kommt zum neuen Kita-Jahr eine weitere Zusatz-Gruppe in der Kinderarche an der Kinderklinik. Trotzdem komme Datteln an den Planungen für eine weitere Einrichtung vermutlich nicht vorbei, betont der Jugendamtsmitarbeiter im Gespräch.

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