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Chefarzt Dr. Marco Sträter (li.) und Klinik-Geschäftsführer Wolfgang Mueller präsentieren im Schockraum das Zertifikat, das das St. Vincenz als Traumazentrum ausweist.

Krankenhaus

Traumazentrum Datteln – Schnelle Hilfe für Schwerverletzte

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Datteln. - Das St.-Vincenz-Krankenhaus ist nun offiziell lokales Traumazentrum und kann zum Beispiel Unfallopfer versorgen.

Schnelle Hilfe zum Beispiel von schwerst verletzten Unfallopfern – die gibt es jetzt im St. Vincenz. Die Dattelner Klinik ist seit kurzem offiziell als lokales Traumazentrum anerkannt.

Die Schaffung des Traumazentrums im St. Vincenz hat für Menschen, die sich in Datteln und Umgebung zum Beispiel bei Verkehrsunfällen schwer verletzen, den entscheidenden Vorteil, dass lange Transporte mit dem Rettungsdienst in weiter entfernte Kliniken entfallen, weil die erforderliche, spezielle medizinische Versorgung dieser Verletzten jetzt in Datteln möglich ist. Allerdings nicht bei jeder Verletzung, erklärt Dr. Marco Sträter.

Der Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie am St. Vincenz hat das Projekt Traumazentrum maßgeblich vorangetrieben. „Wir haben hier in NRW eine gestaffelte Struktur. Es gibt lokale, regionale und überregionale Traumazentren. Patienten zum Beispiel mit schweren Schädel-Hirn-Verletzungen, für deren Behandlung ein Neurochirurg notwendig ist, werden auch künftig in übergeordneten Zentren betreut“, so Sträter. Allerdings kann die wichtige Erstversorgung und Stabilisierung der Patienten für den Weitertransport nun auch in Datteln erfolgen.

Schockraum spielt für Traumazentrum elementare Rolle

Wichtiger Bestandteil dieses Projektes war die Schaffung einer neuen Liegendanfahrt mit der Einrichtung des unmittelbar angrenzenden Schockraums, in dem Verletzte professionell und auf kürzester Distanz medizinisch versorgt werden. Dieser Schockraum spielt für das Traumazentrum eine elementare Rolle.

Das Traumanetzwerk Ruhrgebiet, dem das St.-Vincenz-Krankenhaus angehört, wurde im April 2011 gegründet. Es erstreckt sich über ein Gebiet zwischen Arnheim und Paderborn (Ost-West) sowie Bocholt bis Leverkusen (Nord-Süd). Aktuell gehören dem Netzwerk sechs überregionale, neun regionale und 28 lokale Traumazentren an.

Über zusätzliches Personal, die Einrichtung von Ruf-Bereitschaftsdiensten und weiteren organisatorischen Veränderungen wird das Schockraum-Team rund um die Uhr in kürzester Zeit verfügbar sein. Zudem investierte die Klinik rund 100.000 Euro in zusätzliche medizinische Ausstattung. Dr. Sträter und Klinik-Chef Wolfgang Mueller danken allen beteiligten Abteilungen für die gute Kooperation bei diesem Schritt zum Traumazentrum. „Das sind alles Spezialisten auf ihrem Gebiet. Als Traumazentrum müssen aber alle Beteiligten als Team zusammenarbeiten. Das ist entscheidend“, so Sträter.

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