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Agador Spartacus kommen beim Kulturbunker-Festival im JaM gut beim Publikum an.

Kulturbunker-Festival

13 Bands reichen nicht für ein volles Haus

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MECKINGHOVEN - Das erste Kulturbunker-Festival in Datteln lockt nur am Freitag ausreichend Besucher. Organisator Jan Moerchen ist enttäuscht.

Nein, Organisator Jan Moerchen ist nicht zufrieden mit dem Verlauf des ersten Kulturbunker-Festivals auf Dattelner Boden. Zwar kamen am Festival-Freitag 160 zahlende Gäste ins JaM in Meckinghoven und auch die Stimmung war aus seiner Sicht super, der Samstag war allerdings eher mau.

Drei Tage, 13 Bands für zehn Euro Eintritt, ein Angebot, das Rockmusik-Fans in Massen anlocken müsste - eigentlich. „Ich habe dafür keine Erklärung“, so Organisator Moerchen, „Wir haben hier ein riesen Line-up auf die Beine gestellt. Warum ausgerechnet heute so wenige Leute gekommen sind, bleibt mir ein Rätsel.“ Mit dem Konzert wollten er und seine Mitstreiter Geld für die Arbeit im Waltroper Kulturbunker sammeln.

„Das hätten wir auch gern in Waltrop gemacht"

„Das hätten wir auch gern in Waltrop gemacht. Nur wollte uns die Stadt dort keine Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung stellen“, erklärt Moerchen. Auch ein Gespräch mit Bürgermeisterin Nicole Moenikes hätte daran nichts ändern können. „Dabei handelt es sich um eine Benefiz-Veranstaltung. Alle Bands verzichten auf ihre Gage und auch das gesamte Team hinter den Kulissen hilft unentgeltlich“, so der Festival-Organisator. Also entschloss sich der Kulturbunker Verein dazu, die Veranstaltung in Datteln über die Bühne gehen zu lassen. Am Freitag sah alles nach einem vollen Erfolg aus. Bands aus dem gesamten Vest gaben sich in kurzer Abfolge die Klinke in die Hand und mit Motor Jesus hatte man sogar einen amtlichen Headliner präsentieren können. „Die Stimmung am Freitag war super“, erinnert sich Moerchen gern zurück.

Wenig Bewegung an Tag zwei

Am Festival-Samstag öffnen sich die Türen schon um 13 Uhr für die Musik-Fans. Doch es füllt sich nur kleckerweise. Schon früh ahnt der Veranstalter, der immerhin seit 13 Jahren aktiv ist, dass die erhofften Publikumszahlen nicht erreicht werden könnten. Um 20 Uhr ist er sicher: „Das war´s, da wird nicht mehr viel kommen.“ Die Enttäuschung ist ihm ins Gesicht geschrieben. Auf der Bühne geben Agador Spartacus gerade alles, um die gut 50 Zuschauer in Wallung zu bringen. Doch, auch wenn die Stimmung unter den Fans gut ist, Bewegung kommt an diesem Abend leider nur selten in die Menge.

„Ja, denen die hier sind gefällt es sehr gut“, räumt Jan Moerchen ein, „Aber wo sind die ganzen Leute, die uns nahezu tagtäglich nach einem Proberaum fragen, weil sie Live-Musik machen und erleben wollen? Das ganze kann doch nicht funktionieren, wenn jeder nur sein eigenes Süppchen kocht, aber nicht zu den Konzerten anderer geht.“

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