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Marion Pfaff in der Dattelner Innenstadt. Hier hat der Name Krümel zwar seinen Ursprung, in ihrer Heimatstadt darf sie aber auch mal Marion sein.

Marion Pfaff alias Krümel

Spagat zwischen Datteln und Mallorca

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DATTELN - Wenn Marion Pfaff alias Krümel wieder in ihrer alten Heimat ist, dann wohnt sie gemeinsam mit Mann und Sohn gerne im „Hotel Mama“.

Marion Pfaff ist gerne in Datteln. 38 Jahre lang war ihre Geburtsstadt ihr Zuhause, bis sie zusammen mit Mann Dany nach Mallorca auswanderte. Dort eröffnete sie einen Schlager-Stadl und fegte als „Krümel“ über die Schlager- und Ballermannbühnen auf der Insel sowie in Deutschland. Datteln bleibt aber auch acht Jahre nach der Auswanderung ihr Zuhause. Hier kann Krümel auch mal Marion sein – auch wenn sie ihren Künstlernamen bereits als Kind von ihrem Vater bekommen hat.

Voller Terminkalender

Die Nachfrage nach Krümel reißt nicht ab. Während der Mallorca-Saison ist der Terminkalender der 46-Jährigen prall gefüllt: Zwei Auftritte pro Woche im eigenen „Krümel-Stadl“, den sie zusammen mit Mann Daniel betreibt, am Wochenende dann Party-Auftritte in ganz Deutschland. Die freie Zeit dazwischen füllt der gemeinsame Sohn Maximilian aus, der auch nach langen Stadl-Nächten seiner Eltern morgens zur Schule gebracht wird. Die Reisen nach Deutschland für Auftritte sind dabei für Krümel schon Erholung. Zur Abwechslung schreie dann keiner „Mama“ oder „ich hab’ Hunger“, sagt Krümel, während sie ihren beiden „Männern“ ein Lächeln zuwirft. „Wenn andere Schlagersänger bei gemeinsamen Auftritten noch Zeit zusammen verbringen, gehe ich auf mein Zimmer und schlafe“, sagt Krümel.

Nun aber war die Dattelnerin ein paar Monate lang in ihrer Heimatstadt. Sohn Maximilian hätte laut mehreren spanischen und deutschen Ärzten die Mandeln entfernt bekommen müssen. Der Eingriff sollte lieber in einem deutschen Krankenhaus gemacht werden. In Recklinghausen sahen die Ärzte dazu aber keinen Anlass. Statt der OP konnte Krümel also die Zeit in der Heimat genießen. „Wenn wir in Datteln sind, wohnen wir im Hotel Mama“, sagt Krümel. Ihre 86-jährige Mutter freue sich stets über den Besuch von Tochter, Schwiegersohn und Enkelkind. Zweimal im Jahr holt Krümel ihre Mutter auf die Insel, damit sie dort am Leben der Auswanderer-Familie teilhaben kann.

Die längere Aufenthaltszeit in Deutschland kam Krümel derweil entgegen: In einem Kölner Tonstudio sang sie ihren neuen Mallorca-Hit ein, mit dem sie dann pünktlich zum Saisonbeginn auf der Insel auf den Bühnen steht. „Diese Ballermannsongs dürfen textlich nicht allzu kompliziert sein und müssen eine direkte Nachricht übermitteln“, sagt Krümel. Sie habe auch Schlagersongs im Aufgebot, die thematisch etwas vielfältiger seien. „Ich bringe jeweils zur Sommer- und Wintersaison einen neuen Song“, sagt sie. Zu ihrer Veröffentlichung am 5. April will sie noch nicht viel verraten, „aber es gibt voll auf die Zwölf“.

Krümel würde in den Dschungel gehen

Auf den morgigen Tag freut sich vor allem Sohn Maximilian besonders. Denn dann geht es wieder zurück auf die sonnige Insel, die der Achtjährige dem tristen Grau, das zurzeit in Datteln die Überhand hat, vorzieht. Für seine Eltern bedeutet das dann aber wieder eine Saison voller Arbeit. Der Krümel-Stadl sei zurzeit noch eine große Baustelle. Die Sanitäranlagen würden gerade renoviert. Schon bald will sie den Laden aber wieder öffnen. Auch das Fernsehen wird dann wieder zu Besuch kommen und die durch Formate wie „goodbye Deutschland“ und „Big Brother“ bekannte Krümel interviewen. Für Buchungen hat Krümel sogar nun extra eine Agentur beauftragt, da Mann Daniel mit dem Stadl und dem Management der Mallorca-Sängerin nicht mehr hinterherkam. Und in diesem Zuge kann Krümel ihren Fans schon gleich Hoffnungen machen: „Ich würde mich auch ins Dschungelcamp wagen.“ Die nächste Chance dafür gebe es 2020.

„Deutschland sucht den Superstar“ wolle sie sich nicht mehr antun. Bei einer Show stelle sie sich aber komplett quer: „Adam und Eva, wo sich zwei Menschen nackt auf einer Insel treffen. Das brauche ich als Mama nicht mehr.“

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