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Nicht alle Gags zündeten bei der Vorpremiere von Comedian Markus Krebs. Kein Problem für das Dattelner Publikum, das sich dennoch köstlich amüsierte.

Markus Krebs

Vom Hooligan zum Comedy-Star

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DATTELN - Der Komiker Markus Krebs präsentiert sein neues Programm „Pass auf... kennste den?“ im Rahmen einer Vorpremiere in der Stadthalle.

Der Comedian Markus Krebs ist einer dieser Künstler, an dem sich die Geister scheiden. Die einen mögen ihn und geraten schon nach wenigen Minuten seiner Bühnenshow in Atemnot. Die anderen lehnen ihn gänzlich ab und können seinem Humor kaum etwas abgewinnen. Am Donnerstagabend stand Markus Krebs auf der Bühne der Dattelner Stadthalle, um dort im Rahmen einer Vorpremiere sein neues Programm „Pass auf... kennste den?“ vorzustellen.

Dabei bedient Markus Krebs ein – so sieht es der Künstler selbst – urdeutsches Genre: das Witze erzählen. Assoziationen mit dem Altmeister des Witzeerzählens, Fips Asmussen, kommen schnell auf und sind auch nicht ganz unberechtigt. Immerhin ist „Pass auf... kennste den?“ eine Eröffnung, die auch Asmussen nicht selten nutzte und die auch heute noch an so manch einem Tresen der Nation die ein oder andere humoreske Einlage ankündigt.

Und so bemüht auch der ehemalige Duisburger Hooligan Markus Krebs ein ums andere Mal eben diese altbewährte Floskel, um gleich darauf die ein oder andere Gag-Salve zu abzufeuern. Das ist nämlich die eigentliche Kunst des Komödianten. Er entlässt die Zuschauer nur selten mit einer Pointe und setzt immer wieder nach, erhöht stetig die Schlagzahl. Zumeist gelingt ihm das sehr gut. Ab und an stimmt aber das Timing nicht ganz. Das sehen ihm seine Fans in der ausverkauften Stadthalle aber nach. Immerhin handelt es sich um eine Vorpremiere und jeder wusste, worauf er sich einlässt.

Krebs geht offen mit diesem Umstand um. Gags, die nicht auf Anhieb funktionieren, streicht er sogleich von der Liste – sagt er zumindest. Schwächen zeigen sich vor allem dann, wenn er versucht, eine Geschichte über einen längeren Zeitraum aufzubereiten. Hier verliert er oftmals den roten Faden und damit auch die Aufmerksamkeit seines Publikums. Die zu spät gelieferte Pointe verpufft dann schon mal. Für die wenigen verzeihbaren Patzer liefert Markus Krebs aber immerhin eine gut vierzig minütige Zugabe.

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