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Zwischen dem Netto-Markt und dem THW wird der neue Kindergarten am Ostring gebaut.

Nach Kritik folgen Maßnahmen

Die Stadt Datteln startet eine Kita-Offensive

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DATTELN - In den letzten Monaten gab es seitens der Politik heftige Kritik an der Kita-Planung der Stadt. Jetzt startet die Verwaltung eine regelrechte Offensive, um in den kommenden drei Jahren den Bedarf zu decken.

Dabei geht es nicht nur um den bereits beschlossenen Neubau einer Fünf-Gruppen-Einrichtung am Ostring. Denn die wird – wenn alles klappt – erst zum übernächsten Kita-Jahr 1920/21 fertig sein. Doch es gibt auch einen Fehlbedarf für das kommende Kita-Jahr 2019/20. Und hier sollen Übergangsmaßnahmen dafür sorgen, dass zumindest der dringendste Bedarf abgedeckt werden kann, wie Bürgermeister André Dora auf Anfrage unserer Redaktion erklärt.

Folgende Maßnahmen will die Stadt bis zum Start des neuen Kita-Jahres versuchen, umzusetzen: An der Mosaikschule sollen zwei zusätzliche Gruppen eingerichtet werden für 12 U3- und 28 Ü3-Plätze. Dazu zieht die Musikschule, die im zweiten Obergeschoss Räume nutzt, vorübergehend ins Untergeschoss. Dort sind auch noch zwei Gruppen der Awo-Kita Sternenhimmel untergebracht. Die Awo hat aber schon angekündigt, zeitnah diese Räume aufgeben zu wollen.

Reaktivierung von Flüchtlingsunterkunft

Reaktiviert werden soll auch der frühere Kindergarten Pusteblume an der Berliner Straße. Das Gebäude hat die Stadt ohnehin von der Ev. Kirchengemeinde angemietet – zur Unterbringung von Flüchtlingen. Aktuell wohnt dort aber nur noch eine Familie. Bei einem entsprechenden Umbau könnten hier 24 U3-Plätze geschaffen werden. Sowohl Pusteblume als auch Mosaikschule sind aber nur Übergangslösungen. Die Gruppen sollen aufgegeben werden, sobald der Neubau am Ostring fertig ist.

Eine weitere Neubaumaßnahme ist am Städtischen Bewegungskindergarten vorgesehen. Hier plant die Stadt einen Anbau, der im Idealfall im Kita-Jahr 1920/21 an den Start gehen und 18 U3-Kindern und 14 Ü3-Kindern einen Betreuungsplatz sichern soll.

Ebenfalls auf der Agenda steht zudem der schon beschlossene Neubau einer Vier-Gruppen-Kita an der Düppelstraße für 75 Kinder.

Fürs kommende Kita-Jahr meldet die Stadt einen Fehlbedarf von 131 Plätzen, davon haben 46 Kinder einen dringenden Betreuungsbedarf, den die Stadt mit den genannten Übergangsmaßnahmen abdecken könnte, sofern die Politik die Pläne der Stadtverwaltung absegnet.

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