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Dieses Beispiel, wo umgestürzte Bäume eine Wegenutzung in der Haard gefährlich oder ganz unmöglich machen, hat Joachim Neudert fotografiert.

Naherholungsgebiet

„Baumsperren“ für die Waldschnepfe in der Haard

Datteln - Schutzzonen in der Haard dienen dazu, Pflanzen und Tiere möglichst ungestört vom Menschen wachsen und leben zu lassen.

Die Haard ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Zu denen, die regelmäßig dort spazieren gegen, gehören unsere Leser Joachim und Iris Neudert. Und sie monieren, dass nach den Stürmen zu Jahresbeginn immer noch viele Wege in der Haard durch umgestürzte Bäume versperrt sind. „Diese Bereiche müssten mal aufgeräumt werden“, meint Neudert und hat sich in dieser Angelegenheit an den Regionalverband Ruhr (RVR) gewandt. Ohne Erfolg – denn die „Urwald-Stellen“ in der Haard sind vom RVR durchaus beabsichtigt.

„Ein großer Teil dieser Wege wird nämlich nie wieder freigeräumt werden“, erklärt RVR-Revierleiter Harald Klingebiel auf Nachfrage unserer Zeitung. Er verweist darauf, dass das Hauptwegenetz, die Wander- und die Reitwege bereits wieder hergerichtet sind oder die Arbeiten dort in den kommenden Wochen abgeschlossen sein werden.

Durch Schutzzonen ist Waldschnepfe wieder heimisch geworden

„Die Waldbesucher sollen genau diese Wege ausgiebig nutzen. Die darüber hinaus teilweise sichtbaren Nebenwege, Abteilungslinien und Rückwege sollen von Erholungssuchenden möglichst nicht betreten werden“, führt Klingebiel weiter aus. Es gelte selbstverständlich das gesetzlich geregelte freie Betretungsrecht des Waldes für Jedermann. „Das müssen wir aber nicht durch komplett intakte und verfügbare Wege gewährleisten und befördern“, erläutert Klingebiel weiter.

Ganz im Gegenteil: Denn was kaum jemand weiß, in der Haard gibt es auch Schutzzonen. „Und in diesen Bereichen wollen wir den Wald im Sinne der Pflanzen und Tiere möglichst beruhigen. Da kommen uns umgestürzte Bäume auf Nebenstrecken gerade recht, um Mountainbike-Fahrer und Motocross-Sportler mit ihren Motorrädern aus den Schutzgebieten quasi auszusperren“, sagt Harald Klingebiel.

Grundsätzlich geht es bei den Schutzzonen in der Haard darum, Pflanzen und Tiere möglichst ungestört vom Menschen wachsen und leben zu lassen. „Und mit diesem Konzept haben wir Erfolg. In einigen der Schutzzonen ist unter anderem wieder die Waldschnepfe heimisch geworden. Diese Bodenbrüter waren in der Vergangenheit selten geworden. Mittlerweile hat sich der Bestand wieder erholt – letztlich dank unserer Schutzzonen.“

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