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Neumarkt

Ein friedliches Zeichen gegen Fremdenhass

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Datteln - Das vierte „Festival der Kulturen“ lockte bei bestem Wetter einige hundert Besucher auf den Dattelner Neumarkt. Technische Schwierigkeiten sorgten am Anfang für kleinere Probleme.

Mit großem Bangen hatten Kirsten Augello und ihr Team die Wettervorhersagen in den letzten Tagen verfolgt. Denn in den vergangenen Jahren hatten Regen und sogar Schnee für erschwerte Umstände gesorgt. Nicht aber in diesem Jahr. Das Wetter spielte mit, und so füllte sich der Neumarkt sehr schnell. Technische Schwierigkeiten sorgten am Anfang für kleinere Probleme, sodass das Bühnenprogramm erst eine gute Stunde später starten konnte. Aber auch das sollte einem gelungenen Fest nicht im Wege stehen. Kalle Moosherr, der aus der Dattelner Szene wohl kaum noch wegzudenken ist, eröffnete gegen 15 Uhr das Bühnenprogramm. Bürgermeister André Dora, der trotz der langen Verzögerung geblieben war, war es ein besonderes Anliegen, auf die Bedeutung von Veranstaltungen wie diesen hinzuweisen. Er lobte ganz besonders das Engagement der Planungsgruppe und der Helfer an den zahlreichen Ständen. „Ich würde sagen, das sind genau so viele Besucher wie in den Jahren zuvor“, freute sich Initiatorin Tülin Engüdar „Und es ist auch wieder so schön friedlich hier auf dem Platz. Das ist doch super, oder?“ Dem kann wohl kaum widersprochen werden. Dicht gedrängt saßen die Gäste an den bereitgestellten Tischen und Bänken.

Im Zelt werden verschiedene Köstlichkeiten gegen eine Spende gereicht

Während die einen gespannt das Bühnenprogramm verfolgten, genossen die Anderen das ein oder andere Kaltgetränk. Auch die anfängliche Nervosität von Christina Joelmann legte sich schnell. Und während kurz darauf die Band „June 17“ auf der Bühne ihren Soundcheck vollzieht, müssen auch schon wieder weitere Tische und Bänke von den Helfern herangeschleppt werden, da immer noch mehr Besucher auf den Neumarkt strömen. Überhaupt, überall auf dem Platz ist geschäftigtes Treiben zu beobachten. In einem Zelt werden verschiedenste Köstlichkeiten gegen eine Spende gereicht, an anderer Stelle wird gemeinsam genäht und von der Hüpfburg ist das ausgelassene Gequieke zahlreicher Kinder zu hören. Ganz besonders gut kam bei den Kindern die Lego-Mitbaustation an. Dort konnten sie sich als Bauherren versuchen und ließen allerlei spannende Bauten entstehen.

An anderer Stelle hatten Besucher die Möglichkeit bereits gelesene Bücher gegen ein anderes einzutauschen. In diesem Jahr passte einfach alles. Tülin Engüdar und das große Team der Helfer haben es wieder einmal geschafft ein deutliches und vor allem friedliches Zeichen gegen Fremdenhass und für kulturelle Vielfalt zu setzen.

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