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Die Grundschule Meckinghoven bietet nicht genügend OGS-Plätze. Bis der geplante Neubau fertig ist, müssen die Schüler mit Provisorien versorgt werden.

NRW-Förderprogramm

Stadt investiert 3,6 Millionen Euro in drei Schulen

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DATTELN - „Gute Schule 2020“ heißt das Förderprogramm des Landes NRW, das Datteln in den kommenden vier Jahren 3,6 Mio. Euro bescheren wird. Das weckt Begehrlichkeiten an den Schulen, die seit langem unter einem Sanierungsstau leiden. Bürgermeister André Dora vertritt hier eine klare Meinung: Erst die Pflicht, dann die Kür.

Und damit liegt Dattelns Verwaltungschef auf Konfrontationskurs mit NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne). Die mahnte kürzlich an, die Kommunen sollten die Mittel nicht nur in neue Dächer oder Schultoiletten investieren, sondern die Chance auf bessere Bildung mithilfe moderner Technik nutzen. Das Lernen mit digitalen Medien werde künftig in die Lehrpläne für alle Fächer aufgenommen.

„Ich halte es für sinnvoller, zunächst das Lernumfeld zu verbessern“, sagt Dora im Gespräch mit unserer Redaktion. Trotz der Fördermittel könne sich die Stadt kostspieligen Luxus nicht leisten, zumal zum Beispiel das Gymnasium mit sogenannten Whiteboards bereits gut ausgestattet sei. „Wenn dann noch on top Geld übrig bleibt, können wir gerne in digitale Aufrüstung an den Schulen investieren.“

Ein Großteil der Fördermittel aus „Gute Schule 2020“ ist ohnehin schon verplant. Wie berichtet sollen an der Böckenheckschule und der Schule Meckinghoven Neubauten für die Offene Ganztagsschule (OGS) entstehen.

An beiden Schulen ist dringender Handlungsbedarf gegeben. Allein an der Schule Meckinghoven fehlen schon jetzt 54 OGS-Plätze. Beide Schulen arbeiten aktuell mit provisorischen, räumlichen Übergangslösungen. Allein diese beiden Bau-Projekte sind mit rund 1,5 Mio. Euro kalkuliert.

Einen Teil der Fördermittel, beziehungsweise der Schulpauschale (jährlich rund 760 000 Euro für Datteln) will die Stadtverwaltung auch für die Realisierung der Gesamtschul-Kooperation mit der Gesamtschule Olfen zurückhalten. Sollte es zu einer Kooperation mit der Nachbarstadt kommen, sind Umbauten am Standort der heutigen Hauptschule Hachhausen erforderlich, die sukzessive auslaufen soll.

Das genaue Umbauvolumen hängt davon ab, was in Sachen Gesamtschule am Standort Datteln realisiert werden soll. An den Start gehen soll die Gesamtschule im Schuljahr 2018/19.

Dora spricht sich dafür aus, in möglichst vielen Klassenzimmern der acht Dattelner Schulen den Anstrich zu erneuern und die Beleuchtung mit LED-Technik zu verbessern. „Da können wir langfristig sogar Geld bei den Energiekosten sparen.“ Sanierungsbedarf sieht Dora zudem in den WC-Bereichen am Dattelner Comenius-Gymnasium.

Aktuell bereitet eine Arbeitsgruppe im Rathaus die Projekte für das Programm „Gute Schule 2020“ vor. Im März wird sich der Stadtrat mit der Investitionsliste befassen, zuvor der Schulausschuss.

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