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Ab Mitte November soll das Kurzzeit-Parken günstiger werden in Datteln. 15 Minuten gibt es dann für fünf Cent statt wie bisher für 25 Cent.

Parkgebühr

Kurzzeit-Parken: 15 Minuten für fünf Cent

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Datteln - Mitte November kommt das vergünstigte Kurzzeit-Parken. 20 Parkscheinautomaten müssen dafür umgerüstet werden. Das kostet die Stadt rund 5500 Euro.

Mehr als drei Jahre haben Dattelns Autofahrer darauf gewartet. Nun kommt es, das vergünstigte Kurzzeit-Parken auf den städtischen Stellplätzen in der Innenstadt. Mitte November sollen die 20 Parkscheinautomaten umgerüstet werden. Das bestätigte Stadtsprecher Dirk Lehmanski auf Anfrage unserer Redaktion.

Bislang mussten die Autofahrer in der City für 15 Minuten Parkdauer 25 Cent in den Automaten werfen. Nach der Umstellung Mitte November kostet die gleiche Parkdauer nur noch fünf Cent. Das gilt allerdings nur für die ersten 15 Minuten. Wer länger Parken möchte muss weiterhin pro 15 Minuten 25 Cent zahlen.

Die Umrüstung der Parkschein-Automaten kostet die Stadt rund 5500 Euro. Mit welchem Einnahmeverlust die Stadt bei den Parkgebühren rechnen muss, kann Lehmanski nicht sagen. Die Programmierung der Automaten sei dafür nicht ausgelegt, um solche statistischen Werte zu ermitteln. Die Gesamteinnahmen der Stadt über Parkgebühren betrugen im vergangenen Jahr knapp 800.000 Euro. Hinzu kamen 73.000 Euro durch die Ausstellung von Dauerparkausweisen. Die Einnahmeausfälle durch das vergünstigte Kurzzeit-Parken dürften also zu verkraften sein.

CDU wollte an Parksanduhr festhalten

Eigentlich sollte das preiswertere Kurzzeit-Parken schon im Oktober scharf geschaltet werden. Ein Auftragsrückstau sowie krankheitsbedingte Ausfälle bei der beauftragten Fachfirma hätten, so Lehmanski, zu dieser Verzögerung geführt. Mit der Einführung der neuen Regelung geht ein mehr als dreijähriges Gezerre zwischen Politik und Stadtverwaltung um die Einführung der sogenannten Parksanduhr, bzw. einer Brötchentaste zu Ende. Beide Varianten hätten kostenloses Kurzzeit-Parken ermöglicht.

Eine Debatte, die auch das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen beschäftigte, weil der Stadtrat das Nein von Stadt, Kreisverwaltung und Bezirksregierung zur Parksanduhr (die ist nicht in der Straßenverkehrsordnung vorgesehen, so die Begründung) nicht akzeptieren wollte. Der Knoten wurde letztlich Mitte Juli im Stadtrat durchgehauen. Die Mehrheit folgte einem Kompromissvorschlag der Grünen, eben die neue Regelung – fünf Cent für 15 Minuten – einzuführen. Gegen diese Lösung stimmte nur die CDU, die an der Parksanduhr festhalten wollte.

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