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Wo einst das Dümmerzentrum stand wäre Platz für Container für zusätzliche Kindergartengruppen. Im Hintergrund: die katholische Kita St. Marien Dümmer.

126 Plätze fehlen

Kritik an Container-Kita

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DATTELN - 1176 Anmeldungen zum neuen Kindergartenjahr haben Dattelns Jugendamt kalt erwischt, denn aktuell gibt’s in den 18 Dattelner Kitas nur 1 050 Plätze. Der Stadtrat verabschiedete jetzt einstimmig ein Maßnahmenpaket.

Die Zeit drängt. Bis zum 1. August müssen möglichst viele zusätzliche Plätze geschaffen werden. Denn dann beginnt das Kindergartenjahr 2017/18. Vor einer Woche hatten sich Parteivertreter im Jugendhilfeausschuss noch außerstande gesehen, Entschlüsse zur Kindergartenplanung zu fällen. Man beriet sich und war sich im Stadtrat jetzt weitgehend einig:

Unumstritten sind folgende Baumaßnahmen: Am evangelischen Kindergarten Hachhausen wird angebaut. Kosten: 250 000 Euro. Die Stadt hofft auf Fördergeld.

Die bislang zweigruppigen Einrichtungen St. Marien Dümmer und Städtischer Bewegungskindergarten werden um je zwei Gruppen erweitert. Dies soll „mittelfristig“ geschehen, heißt es. Bis zum 1. August dieses Jahres werden die Anbauten aber nicht stehen.

Die fünfte Gruppe der Kita des Deutschen Roten Kreuzes, seit mehr als 20 Jahren als „Überbrückungsmaßnahme“ geführt, wird dauerhaft eingerichtet. Ein Anbau soll spätestens am 1. August 2018 fertig sein.

Container im Dümmer

Der Vorschlag der Verwaltung, Container aufzustellen, um darin zwei zusätzliche Gruppen unterzubringen, wurde im Rat von mehreren Politikern kritisiert. Mangels kurzfristig zu realisierender Alternative tragen aber alle Parteien den Plan mit. Standort, Kosten und Träger stehen noch nicht fest.

Boris Goldhagen (Gemeinde St. Amandus) hat die Wiese neben dem Dümmer-Kindergarten als Standort ins Gespräch gebracht. Vorgabe der Politik: Die Container dürfen keine Dauerlösung sein.

Veronika Hickert (Grüne) forderte den Bau eines neuen Kindergartens mit vier Gruppen. Der Bedarf an Kita-Plätzen werde auch in den kommenden Jahren hoch bleiben, glaubt sie.

Sie kritisiert die vergleichsweise schlechten Betreuungsbedingungen für die beiden Kita-Gruppen in der ehemaligen Mosaikschule. Dort fehlt unter anderem ein geeigneter Spielplatz.

Flüchtlings-Kinder schlecht betreut

Außerdem sieht sie viele Kinder aus Flüchtlingsfamilien zurzeit unzureichend betreut.

Der Jugendhilfeausschuss, in dem Vertreter von Kita-Trägern sitzen, soll das Thema Kita-Neubau aufgreifen.

Die überraschend hohe Anmeldezahl erklärt sich das Jugendamt mit dem Zuzug von Familien mit Kindern nach Datteln sowie durch eine im Landesvergleich überdurchschnittlich hohe Nachfrage nach U 3-Betreuungsplätzen.

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