Radverkehr

Grüne fordern Bürgermeister Dora zum Handeln auf

Datteln - Die Situation für Radfahrer muss verbessert werden, so der Appell der Grünen an Bürgermeister Dora. Bislang habe der Radverkehr keine Priorität in den Gremien gefunden.

In einem Brief an den Dattelner Bürgermeister hat die Wählergemeinschaft Die Grünen André Dora aufgefordert, unverzüglich die Situation für Radfahrer in der Stadt zu verbessern. Anlass für das Schreiben war unter anderem der tödliche Unfall in der letzten Woche am Zechenberg, bei dem eine Radfahrerin aus Castrop-Rauxel von einem abbiegenden Lkw erfasst wurde und noch am Unfallort starb (wir berichteten).

Den Grünen sei es seit vielen Jahren ein Anliegen, die Verkehrssituation für die Radfahrerinnen und Radfahrer in Datteln zu verbessern, schreibt Grünen-Mitglied Robert Kroffke. Erst vor Kurzem hatten die Grünen eine Radtour mit Bürgerinnen und Bürgern Dattelns organisiert, bei der zahlreiche Mängel zu Lasten von Radfahrern im Stadtgebiet festgestellt wurden.

Grüne fordern rote Markierungen auf der Fahrbahn

Leider habe der Radverkehr in Datteln bisher keine Priorität in den politischen Gremien gefunden. Für ihn ist die Situation „nicht mehr hinnehmbar. Wir erwarten von Ihnen als Leiter der Stadtverwaltung, dass Sie unverzüglich alles veranlassen, was nötig ist, um die Sicherheit für Radfahrer deutlich zu verbessern“, betont Kroffke.

Konkret fordern die Grünen, an allen städtischen Straßen, die sich mit bestehenden Radwegen kreuzen (z. B. an Grundstückseinfahrten und Straßenkreuzungen), im Kreuzungsbereich unübersehbare rote Markierungen auf die Fahrbahn aufbringen zu lassen. Für Straßen im Verantwortungsbereich anderer Träger soll Bürgermeister Dora die gleichen Maßnahmen mit Hochdruck einfordern.

Autofahrer sollen für das Zuparken von Radwegen verwarnt werden

Bei Betrachtung der Verkehrswege in Datteln falle es jeden Tag auf, dass unzählige Markierungen, wie z.B. für Radwege und die dazugehörigen Sicherheitsstreifen zur Fahrbahn hin abgefahren und verwittert sind und oft nicht mehr erkennbar sind. Kroffke: „Diese Markierungen sind kein schmückendes Beiwerk im Straßenverkehr, sondern zum Teil lebensnotwendige Bestandteile des Straßenraums. Gleichzeitig vergehe kein Tag, an dem nicht Radwege oder zumindest die Sicherheitsstreifen von parkenden Autos rücksichtslos zugeparkt werden.

Vom Verwaltungschef erwarten die Grünen dafür zu sorgen, dass unklare Markierungen, die dem Schutz von Radfahrern dienen, unverzüglich erneuert werden und dass regelmäßige Kontrollen des Ordnungsamtes (z. B. an der Castroper Straße zwischen Südring und Bahnhofstraße auf beiden Seiten) durchgeführt werden und Autofahrer für das Zuparken von Radwegen verwarnt werden. „Herr Dora, nehmen Sie endlich Ihre Verantwortung für die Sicherheit der Radfahrer in unserer Stadt wahr. Natürlich ist uns auch klar, dass es eine hundertprozentige Sicherheit nicht geben kann. Wir sind aber heute weit davon entfernt, behaupten zu können, alles getan zu haben, was in unserer Macht steht“, so der Grünen-Sprecher.

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