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Radfahren in Datteln – die Grünen bitten Bürger, Schwachstellen im Radwegenetz zu benennen.

Radweg-Verlegung abgelehnt

Mehr Sicherheit am Zechenberg

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DATTELN - Die Bürgerinitiativemeckinghoven (bim) schlägt eine Radweg-Verlegung vor, um die Situation für Radfahrer und Fußgänger zu verbessern. Die Stadtverwaltung winkt ab.

Um die Sicherheit von Radfahrern ist es in Datteln seit Jahren nicht besonders gut bestellt, wie die regelmäßigen und viel zu hohen Unfallzahlen der Polizei bedauerlicherweise zum Ausdruck bringen. Trauriger Höhepunkt war der tödliche Unfall mit einer Radfahrerin aus Castrop-Rauxel am Zechenberg im Juli letzten Jahres. Diesen nahm die Bürgerinitiative Meckinghoven (bim) zum Anlass, um in einem Antrag eine Verbesserung der Situation für Radler und Fußgänger im Kreuzungsbereich B 235/Emscher-Lippe-Straße zu fordern. Aber die Stadt Datteln winkt ab.

Für eine intensive Bearbeitung dieses Themas fehle es an finanzieller und personeller Kapazität, heißt es in einer Stellungnahme der Dattelner Verwaltung zu diesem bim-Antrag. Auch einen Fahrradbeauftragten, den die Stadt sich vor Jahren geleistet hat, gibt es nicht mehr. Eine Wiederbesetzung der Stelle ist nicht absehbar. Deshalb sieht sich die Stadt auch nicht in der Lage, eine veränderte Radwegeführung in besagtem Kreuzungsbereich umzusetzen, geschweige denn, wie ebenfalls von der bim gefordert, ein kommunales Radwegekonzept auf die Beine zu stellen.

In ihrem Antrag hatte die Initiative unter anderem vorgeschlagen, dass Radfahrer nicht mehr über die Ampelkreuzung geführt werden, sondern dass die Stadt angrenzende Flächen des Edeka-Parkplatzes und des ehemaligen TÜV-Geländes nutzt, um die Radfahrer an der Schachtstraße auf die andere Seite zu bringen. Stattdessen verweist die Stadt auf die überörtliche Unfallkommission, die sich nach schweren Unfällen oder bei einer Unfallhäufung die Örtlichkeiten anschaut. Dies ist auch am Zechenberg nach dem tödlichen Unfall und einem weitere Radfahrunfall an gleicher Stelle im November 2018 geschehen.

Die Kommission hat angeregt, dass die Sichtbarkeit der Radwegmarkierung dringend verbessert werden soll. Außerdem soll die Radfurt rot eingefärbt werden, um die Wahrnehmbarkeit zu erhöhen. Bezogen auf die Ampelanlage wird vorgeschlagen, die Freigabe für Fußgänger und Radfahrer mit einem größeren Vorlauf als bisher beginnen und gleichzeitig enden zu lassen. Zudem soll es zwei Warnblinker auf der Mittelinsel geben. In Kürze findet nach unseren Informationen ein Gespräch zwischen der Stadt Datteln und der zuständigen Straßenbehörde Straßen.NRW statt, bei dem dieser Problembereich ebenfalls angesprochen werden soll.

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