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Zum ersten Mal wurde an jedem Veranstaltungstag eine eigenständige Licht-Show gezeigt. Dabei passten die Lichttechniker die Effekte dem jeweiligen Musiker in Echtzeit an. Eine gelungene Neuerung im Veranstaltungskonzept.

Rathaus im Licht

Tapfere Dattelner tanzen auch bei Kälte

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DATTELN - Das unbeständige Wetter sorgte für lange Gesichter beim Rathausfest im Licht. Eine Fortsetzung ist dennoch geplant.

Das hatten sich alle Beteiligten anders vorgestellt. Wiederkehrende Regenschauer und Temperaturen um den Gefrierpunkt sorgten für eher schwache Besucherzahlen beim diesjährigen Rathausfest im Licht.

Michael Hans, Chef des Dattelner Kultur-Büros, macht keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. „Wir hatten in diesem Jahr mit den denkbar schlechtesten Wetterbedingungen zu kämpfen“, sagt er. „Das unbeständige Wetter hat vor allem Besucher aus den umliegenden Städten davon abgehalten, zu uns zu kommen.“

Am Eröffnungstag blieben die Besucherzahlen weit hinter den Erwartungen zurück. Ein erster Regenguss hatte offensichtlich viele Gäste davon abgehalten, sich auf den Weg zu machen. Die, die kamen, ließen sich ihre Laune nicht vermiesen. So war die Stimmung während der 135. Ausgabe der Nachtschnittchen fröhlich und ausgelassen. Helmut Sanftenschneider und Puppenspielerin Murzarella sorgten mit lustigen Liedern für viele Lacher.

Am Freitagabend ließen sich die Festivalbesucher früher blicken. Das Wetter schien stabil und der Rock- und Popchor der Musikschule eröffnete das musikalische Programm. Und der Chor lieferte ordentlich ab. Kein Wunder, dass sich eine große Menschentraube vor der Hauptbühne bildete und aus voller Brust Hits von Bon Jovi bis Tina Turner mitsang. Die Möglichkeit, die Dattelner Kult-Formation Spontan, wenn auch nur als Trio, hören zu können, wollten sich viele ihrer Fans nicht entgehen lassen. Der Platz vor dem Dorfschultenhof füllte sich schnell. „Der absolute Knaller war für mich der Wechsel von der Deluxe Radioband herüber zur Licht-Show mit Opernsänger Ricardo Marinello“, schwärmt Michael Hans. „Im einen Moment rockt die Band auf der Bühne wie verrückt und nach dem direkten Wechsel zu Ricardo ist es Mucksmäuschen still. Das war schon etwas Besonderes.“

Zu diesem Zeitpunkt schöpften alle Beteiligten noch Hoffnung, dass sich das Blatt noch wenden könnte. Die Ernüchterung folgte postwendend. Es setzten Regen und Schneefälle ein und die Temperaturen fielen stetig. Es wurde unangenehm. „Am Nachmittag standen wir teilweise allein auf dem Platz“, sagt der Kulturbüro Chef. Am Abend hätten sich die Dattelner aber noch mal ein Herz gefasst und allen wetterbedingten Umständen getrotzt. „Es wurde dann noch voller als am Abend zuvor“, so Hans. „Das hat nicht gereicht. Aber wer sich im Open-Air Geschäft bewegt, muss damit rechnen.“

Michael Wurst & The Tweens gaben auf der Hauptbühne alles und sorgten für ausgelassene Stimmung. Für Staunen sorgte der Auftritt von Udo-Lindenberg-Imitator Karsten Bald, so nah war er am Original.

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