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Dieses städtische Grundstück, das am Schemm an die Bebauung der Hohen Straße angrenzt, könnte als Standort für einen Elektronikmarkt dienen.

Schemm-Platz

Parkplätze und ein Frequenzbringer

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DATTELN - Die Werbegemeinschaft würde einige Stellflächen am Schemm opfern, wenn dafür zum Beispiel ein Elektronikmarkt angesiedelt würde.

Am Dienstag wird sich der Ausschuss für Stadtentwicklung mit der Zukunft des Schemm-Bereiches in der Innenstadt befassen. Sechs Ideen-Skizzen liegen dafür auf dem Tisch: von Wohnbebauung über einen Stadtpark bis hin zur weiteren Nutzung als Parkplatz. Die künftige Entwicklung dieses zentralen Areals spielt auch für die Zukunft des Einzelhandels eine wichtige Rolle. Deshalb hat sich die Werbegemeinschaft bei diesem Thema auch klar positioniert. „Wir brauchen die Parkplätze“, sagen Stefan Merten und Stephan Bröcker vom Vorstand der Kaufmannschaft.

Wunsch nach Elektronikmarkt

Allerdings können sich beide mit der Idee der Stadtverwaltung anfreunden, das städtische Grundstück direkt an der Passage zur Fußgängerzone für eine Einzelhandelsnutzung zu opfern. Das würde einige Stellplätze kosten. Aber das ist nach Ansicht der Werbegemeinschaft zu verkraften. Es gibt Überlegungen, dort zum Beispiel einen Elektronikmarkt anzusiedeln, der schon bei der früheren Planung für ein großes Einkaufszentrum auf dem Schemm eine zentrale Rolle spielte, weil viele Bürger sich einen solchen Elektronikmarkt seit langem wünschen. „Das wäre ein wichtiger Frequenzbringer, der zusätzliche Impulse für den Einkaufsstandort bringen würde und auch auswärtige Besucher nach Datteln lockt“, ist Stephan Bröcker überzeugt. Deshalb könne man dafür den Wegfall einiger Parkplätze durchaus verkraften. Damit geht die Werbegemeinschaft auf Gegenkurs zur Einschätzung der Initiative Datteln, der neben Kaufleuten auch Immobilienbesitzer in Datteln angehören. Deren Sprecher Friedhelm Eckart und Markus Danielsmeier hatten sich kürzlich gegenüber unserer Redaktion dafür ausgesprochen, alle Flächen, die heute als Stellplatz genutzt werden, zu erhalten und hatten eine Nutzung von bestimmten Bereichen für Einzelhandel ausdrücklich abgelehnt.

Bröcker und Merten dagegen vertreten die Auffassung, dass mit Ausnahme der beiden Markttage am Mittwoch und Samstag der Parkdruck nicht so hoch sei, dass man auf einige Stellplätze verzichten könne. Damit liegt die Werbegemeinschaft auf einer Wellenlänge mit der Stadtverwaltung. Der Verkauf dieses Grundstücks soll zur Finanzierung des Schemm-Umbaus dienen. Denn eine weitere Nutzung als bewirtschafteter Parkplatz hat keine Aussichten auf einer Förderung durch Städtebaumittel. Folglich muss die Stadt selbst die Umgestaltung zahlen für den Fall, dass die Politik sich für die Variante Parkplatz entscheidet.

Kein Kontakt im Vorfeld

9. April, 16 Uhr, öffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung im Sitzungssaal des Rathaus.

Merten und Bröcker bedauern, dass die Politik im Vorfeld der Sitzung am Dienstag nicht den Kontakt zur Werbegemeinschaft gesucht habe, um etwas über die Einschätzung des Einzelhandels zu diesem zentralen Thema in Erfahrung zu bringen. Die Werbegemeinschaft hat die Sorge, „dass wir Gefahr laufen, dass das Projekt torpediert wird und dann Stillstand herrscht.“ Stillstand allerdings könne man sich nicht erlauben, betont Bröcker.

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