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Der Schemm bleibt zentraler Parkplatz für die Dattelner Innenstadt.

Schemm-Platz

Der Schemm bleibt Parkplatz

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DATTELN - Der Bedarf an Stellflächen und die Parkgebühren sind für die Politik starke Argumente. Auch begrenzter Einzelhandel soll möglich sein.

Die Dattelner Werbegemeinschaft hatte im Vorfeld der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung zur Schemm-Zukunft klar Position bezogen: Die Weiternutzung als Parkplatz und die beschränkte Ansiedlung von Einzelhandel, der Frequenz in die Stadt bringt, war die Forderung der Kaufmannschaft. Und genauso wird es auch gemacht. Dafür sorgte die Ausschuss-Mehrheit von SPD und CDU. Das beauftragte Planungsbüro hatte sechs Varianten für die Zukunft des Schemm entworfen. Bei der Vorstellung der Pläne in der Politik und bei einer Bürger-Infoveranstaltung wurde schnell deutlich, dass es eine deutliche Mehrheit für die Weiternutzung als zentralen Innenstadtparkplatz gibt. Das war auch im Ausschuss für Stadtentwicklung kein strittiges Thema.

Gegen jeglichen weiteren Einzelhandel

Allerdings sprachen sich Grüne, Linke und die DSP-FDP-Fraktion gegen jeglichen weiteren Einzelhandel auf dem Schemm aus – unter anderem mit dem Hinweis auf die bereits existierenden Leerstände in der Dattelner Innenstadt. CDU und SPD dagegen möchten sich die Option offenhalten, mit einer interessanten Einzelhandelsnutzung auf einer Teilfläche des Schemm für zusätzliche Impulse in der City zu sorgen. Wie berichtet, ist auf der Fläche hinter Kodi ein Elektronikmarkt im Gespräch. Dafür würden aber einige der 193 Parkplätze wegfallen. Um das zu verhindern, machte Dr. Jürgen Wutschka den Vorschlag, auf zwei Ebenen zu planen, unten bleiben die Parkplätze und die Einzelhandelsfläche wird darüber errichtet. Von der SPD kam der Vorschlag für eine Markthalle, in der regionale Anbieter ihre Waren verkaufen können.

Einig war sich der Ausschuss, dass das Areal zwar begrünt wird. Auf Bäume soll allerdings so verzichtet werden, dass in einem Teilbereich eine Multifunktionsfläche entsteht, die später auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Zudem soll auch ein Abstellplatz für Fahrräder am Schemm eingerichtet werden. Die Stadt wird nun das Planungsbüro beauftragen, eine Entwurfs- und Kostenplanung zu erstellen. Bis zum Sommer will Stadtplaner Andreas Beilein diese noch einmal zur Beratung in die Politik geben. Da es für die Parkplatznutzung keine Fördergelder gibt, ist die Stadt mit der Umsetzung der Umgestaltung nicht an Fristen gebunden. Beilein schätzt, dass der Parkplatz im Frühjahr 2020 in neuem Licht erstrahlt.

Fassadenbegrünung

Unabhängig davon soll auch über eine Fassadenbegrünung nachgedacht werden, um das Stadtklima zu verbessern und dem Schemm den Hinterhofcharakter zu nehmen. Dabei ist die Stadt allerdings auf die Zusammenarbeit mit den Immobilien-Besitzern angewiesen. Für diese Art der Begrünung, so hat die Bezirksregierung signalisiert, könnten Fördergelder beantragt werden.

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