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Die Hängepartie um den Schießplatz geht weiter.

Schießplatz Losheide

Kreis gibt Gutachten nicht in Auftrag

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DATTELN - Schießplatz: Erst soll die Gerichtsentscheidung abgewartet werden. Der Kreis Recklinghausen verzichtet zunächst darauf, selbst ein Gutachten zur Sanierungsuntersuchung in Auftrag zu geben.

In Sachen kontaminierter Schießplatz Losheide gibt es eine Kehrtwende der Recklinghäuser Kreisverwaltung. Wie deren Sprecher Jochem Manz auf Anfrage erklärt, verzichtet der Kreis Recklinghausen als zuständige Umweltbehörde zunächst darauf, selbst ein Gutachten zur Sanierungsuntersuchung in Auftrag zu geben. Stattdessen will die Kreisverwaltung erst die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen in dieser Sache abwarten, wie Manz betont.

Wie Wolfgang Thewes, Sprecher des Verwaltungsgerichtes, auf Anfrage erklärt, liegt neben der Klage in der Hauptsache ein Eilantrag des Schießvereins gegen die vom Kreis geplante Ersatzvornahme vor. Mit dem Antrag will der Verein verhindern, dass der Kreis selbst ein Gutachten in Auftrag gibt. Thewes rechnet mit einer relativ zeitnahen Entscheidung, voraussichtlich im April. Im Herbst letzten Jahres hatte die Kreisverwaltung dem Betreiberverein der Schießanlage, wie berichtet, eine entsprechende Ordnungsverfügung zugestellt, in dem der Verein aufgefordert wurde, die Sanierungsuntersuchungen bis Mitte Dezember in Auftrag zu geben. Dagegen hat der Verein Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht. Im Dezember hatte der Verein erstmals eine Fristverlängerung zur Abgabe der Klagebegründung beantragt. Darauf hatte sich der Kreis eingelassen. Bei der zweiten beantragten Fristverlängerung bis Mitte Februar wollte der Kreis aber nicht mehr mitspielen.

Die Klage hat keine aufschiebende Wirkung. Deshalb wollte der Kreis zunächst zum Mittel der sogenannten Ersatzvornahme greifen, bei der die Behörde selbst ein Gutachterbüro mit der Untersuchung betraut. Die Kosten wollte man dann später dem Schießverein in Rechnung stellen. Davon hat der Kreis nun Abstand genommen. Es geht um weitere Boden- und Wasseruntersuchungen, die als Vorbereitung einer späteren Sanierung des kontaminierten Geländes dienen. Die Gutachten haben einen Kostenumfang von rund 30.000 Euro.

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