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In dieser Woche könnte eine Vorentscheidung fallen, wie es mit dem Schießplatz Losheide weitergeht.

Schießstand

Neue Frist oder harte Kante?

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Datteln - Beim kontaminierten Schießplatz Losheide könnte in dieser Woche eine Vorentscheidung fallen. Wie berichtet, ist der Boden der Anlage durch den jahrzehntelangen Schießbetrieb erheblich mit Blei belastet.

Wie geht es weiter mit dem kontaminierten Schießplatz Losheide am Kanal? In dieser Frage könnte es in dieser Woche eine Vorentscheidung geben. Das hängt davon ab, wie sich die Kreisverwaltung entscheidet. Fakt ist, der Betreiberverein, der aus Sicht der Kreisverwaltung für die noch nötigen Gutachten aufkommen soll, hatte schon im Dezember eine Fristverlängerung bis Jahresende beantragt. Nach Angaben von Kreissprecher Jochem Manz hat der Verein inzwischen erneut eine verlängerte Frist beantragt, und zwar bis Mitte Februar. Dem habe das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen stattgegeben, so Manz auf Anfrage unserer Redaktion.

Kreisverwaltung prüft Möglichkeiten

Die Kreisverwaltung werde jetzt kurzfristig prüfen, ob sie diesen Weg mitgeht. Oder zu Plan B greift. Der würde bedeuten, dass der Kreis gegenüber dem Betreiberverein harte Kante zeigt und den Weg der sogenannten Ersatzvornahme beschreitet. Das bedeutet konkret: Die Kreisverwaltung würde anstelle des Vereins die aus Sicht des Kreises noch erforderlichen Sanierungsgutachten selbst in Auftrag geben und auch die noch ausstehende Untersuchung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst in die Wege leiten – und die Kosten dem Verein später in Rechnung stellen. Es geht hierbei um Gutachten im Wert von rund 30.000 Euro. „Wir werden jetzt kurzfristig entscheiden, wie wir mit der erneuten Fristverlängerungen umgehen werden, vermutlich in dieser Woche. Es macht keinen Sinn, die Entscheidung auf die lange Bank zu schieben. Denn dann könnten wir auch bis zum Ablauf der Fristverlängerung Mitte Februar warten“, so Jochem Manz. Welche Auswirkung eine solche Ersatzvornahme auf den laufenden Schießbetrieb haben könnte, dazu wollte sich Manz gegenüber unserer Redaktion noch nicht äußern. Auch das werde innerhalb der Kreisverwaltung jetzt diskutiert.

Boden ist erheblich mit Blei belastet

Wie berichtet, ist der Boden der Anlage durch den jahrzehntelangen Schießbetrieb erheblich mit Blei belastet. Der Kreis hatte im Herbst dem Betreiberverein als – aus Sicht des Kreises – verantwortlichen Verursacher der Kontamination eine Ordnungsverfügung zugestellt, in dem der Verein aufgefordert wurde, bis Mitte Dezember die ausstehenden Sanierungsuntersuchungen zu veranlassen. Gegen diese Verfügung hat der Verein beim Verwaltungsgericht Klage eingereicht. Die Klage hat allerdings keine aufschiebende Wirkung. Das heißt, der Kreis könnte im Rahmen der sofortigen Vollziehungen eben zum besagten Mittel der Ersatzvornahme greifen.

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