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In einer ersten Klasse der Evangelischen Grundschule im brandenburgischen Rauen (Oder-Spree) hilft der Lehrer Martin Otto einer Schülerin während des Unterrichts. Im Kreis Recklinghausen sind aktuell Lehrer in der Grundschule eher die Ausnahme. Foto DPA

Schulanmeldung

Ein i-Dötzchen fehlt noch

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DATTELN - Ein Elternpaar hat ihr künftiges Schulkind noch nicht für das kommende Schuljahr angemeldet – das kann teuer werden. Insgesamt werden im nächsten Jahr 292 Kinder eingeschult, doch nicht alle i-Dötzchen können an ihre Wunschschule.

Kaum zu glauben, aber wahr: Ein Elternpaar hat sein Kind, das im nächsten Jahr in die Grundschule kommt, immer noch nicht angemeldet. Die Anmeldung startete in der zweiten Oktoberwoche. Jetzt haben wir Mitte Dezember. Für die Eltern kann diese Schludrigkeit ein teures Nachspiel haben.

„Wir haben den Fall jetzt an die Schulaufsicht übergeben. Dort wird geprüft, ob ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet wird, schließlich gilt hier die Schulpflicht. Dann droht ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro“, sagt Fachbereichsleiter Matthias Dekker auf Anfrage unserer Redaktion. Und das ist kein Einzelfall. Laut Dekker kommt es immer wieder vor, dass Eltern ihren Nachwuchs einfach nicht anmelden. Dabei holt die Stadt nicht gleich die Bußgeld-Keule heraus. „Vorher schreiben wir die Eltern immer noch einmal an und erinnern diese, ihr Kind an der Grundschule anzumelden.“ Aber auch darauf hat die Familie nicht reagiert.

22 Kinder weniger als im letzten Jahr

Insgesamt werden im kommenden Schuljahr 292 Jungen und Mädchen in die Grundschule kommen. Das sind 22 Kinder weniger als noch im letzten Schuljahr. Und nicht alle künftigen i-Dötzchen erhalten einen Platz an der Wunschschule. 14 Kinder müssen sich aus Platzgründen eine andere Grundschule suchen. Betroffen sind jeweils sieben Kinder der Loh- und der Mecki-Schule. Die Entscheidung, wer abgelehnt wird, trifft aber nicht die Schulverwaltung im Rathaus, sondern die jeweilige Grundschule selbst. Kriterien können nach Angaben von Matthias Dekker zum Beispiel sein, ob ein Geschwisterkind bereits die Schule besucht. Bei konfessionsgebundenen Schulen kann die Religionszugehörigkeit eine Rolle spielen und möglichst sollen auch Härtefälle vermieden werden. „Die Schulen stehen aber untereinander in Kontakt und geben den Eltern Empfehlungen“, erläutert Dekker. Möglichkeiten, bei einer Ablehnung Einspruch einzulegen, gebe es nach Einschätzung Dekkers für die Eltern aber nicht.

Die meisten Anmeldungen gibt es für das kommende Schuljahr an der Lohschule. 88 Kinder sind hier angemeldet, bei der festgeschriebenen Dreizügigkeit haben aber nur 81 Kinder Platz. An der vierzügigen Gustav-Adolf-Schule liegen 72 Anmeldungen vor. Zur zweizügigen Mecki-Schule wollen 63 Eltern ihre Kinder schicken, hier stehen aber lediglich 56 Plätze zur Verfügung. An der Albert-Schweitzer-Schule werden – Stand heute – 42 Jungen und Mädchen ihre Schul-Karriere starten. Last but not least sind bei der Böckenheckschule 28 Kinder angemeldet worden. Auch hier gilt eine Zweizügigkeit, was schöne kleine Klassen verspricht.

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