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19 feste Zusagen von Dattelner Unternehmen für die Veranstaltung „F1irst Job – first Contact“ in der Städtischen Realschule liegen bereits vor.

Schule in Datteln

Berufe kennenlernen beim Mitmach-Parcours

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DATTELN - Am 20. März findet zum ersten Mal „F1irst Job – first Contact“ statt, bei dem 19 örtliche Unternehmen Schüler über Berufe informieren.

Feilen, hämmern, backen, malen – und dabei im besten Fall herausfinden, was man beruflich einmal machen möchte. Das ist die Idee von „F1rst Job – First Contact“: Weg vom tristen Infostand– Aktionen sind gefragt. 19 Unternehmen haben ihre Teilnahme an der Veranstaltung bereits zugesagt, um sich ihren künftigen Fachkräften vorstellen zu können, die heute noch zur Schule gehen. Das Konzept umfasst praktische Übungen, Workshops oder Besichtigungen von Maschinen. „Die Schüler sollen danach etwas mit nach Hause nehmen“, sagt der Wirtschaftsförderer der Stadt Datteln, Stefan Huxel. Wichtig sei dabei, dass die Schüler auf Augenhöhe über die Unternehmen und die Karrierechancen informiert werden, möglichst von Azubis im ähnlichen Alter.

Zielgruppe: Neuntklässler

Zielgruppe der Veranstaltung „F1rst Job – first Contact“ sind fünf Klassen der Jahrgangsstufe neun der Hauptschule Hachhausen und der Städtischen Realschule sowie interessierte Zehntklässler. Die Realschule Datteln stellt neben einem 300 Quadratmeter großen Außengelände auch die Aula, eine Großküche, einen Kunst- und einen mit Werkzeugen ausgestatteten Raum zur Verfügung. Dort können die Schüler beim „Mitmach-Parcours“ die einzelnen Berufswelten je nach Geschmack ausprobieren.

„Das Hauptschulzeugnis ist nicht so beliebt“, sagt Rita Vetter, kommissarische Leiterin der Hauptschule Hachhausen. Veranstaltungen wie diese bieten „bessere Möglichkeiten, sich in Betriebe zu integrieren“, so Vetter. „Die Schüler lernen ein bisschen mehr kennen, als nur das, was Vater, Mutter, Onkel machen.“ Oft, so Realschulrektor Frank Bernhard, haben die Schüler „den Blick auf die Lehrstelle verloren.“ In den meisten Fällen wollen sich die Schüler nach ihrem Realschulabschluss noch mit einem Voll- oder Fachabitur weiterbilden. Mit solchen Veranstaltungen solle verdeutlicht werden, dass es auch mit Ausbildungen einige Karriereperspektiven gibt. Ziel sei, dass dadurch „mehr als drei Schüler eine Lehre in Erwägung ziehen.“ Die Schüler scheinen sich, laut Helge Brause, Berufs- und Studiumskoordinator an der Realschule, auf diese Aktion zu freuen: „Ich habe unsichtbare Ohren aufklappen sehen.“

Arbeitsabläufe kennenlernen

„Für die Schüler ist es gut, zu wissen, was Sache ist und Arbeitsabläufe kennenzulernen“, sagt Dachdecker Jan Baron. Dafür können die Schüler bei den einzelnen Ständen der Unternehmen praktische Arbeiten aus dem Beruf ausprobieren. Fotografie Voss will mit den Schülern Fotoshootings machen und Tipps zu den Lichtverhältnissen geben. Die Tipps können die Schüler direkt am Smartphone umsetzen. „Das ist deren Medium schlechthin“, sagt Annabell Siebas vom Team Voss. Felix Stachowski dagegen von der Sentenso GmbH verrät schon jetzt, was das Unternehmen den Interessierten präsentieren wird: „Wir bringen einen Industrieroboter mit, den die Schüler programmieren dürfen.“

Bürgermeister André Dora freut sich über die vielen Anmeldungen ausschließlich von Dattelner Unternehmen. „Es ist wichtig, zu zeigen, was für eine Vielfalt in Datteln ist“, so Dora. Den Schülern solle bewusst werden, „da ist etwas zu finden.“

Vier Stationen

Vier Stationen von Unternehmen wählen die Schüler für sich aus, pro Station ist eine Zeit von zehn bis 15 Minuten eingeplant. Wer länger an einer Station verweilen will, sei für weitere 15 Minuten eingeladen. Wer nach einer Stunde nicht genug bekommen hat, der erhält einen Gutschein von dem jeweiligen Unternehmen über einen Probetag zum Weiterarbeiten.

„F1rst Job – first Contact“, Mittwoch, 20. März, 8 bis 14 Uhr, Städtische Realschule

„Es sind noch einige wenige Plätze für Unternehmen frei“, sagt Stefan Huxel. Wer mitmachen will, muss schnell sein. Besonders die Baubranche sei willkommen. „Wer einen Bagger hat, kann diesen mitbringen.“

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