Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit: Es gibt einen Runden Tisch

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DATTELN - Der Vorschlag der CDU im Schulausschuss stößt auf Zustimmung. Politik signalisiert Bereitschaft, bei Bedarf mehr Geld dafür auszugeben.

Wie groß ist der tatsächliche Bedarf für Schulsozialarbeit an den Dattelner Schulen? Liegt die Stadt mit ihrer Einschätzung falsch? Diesen Fragen soll nun bei einem Runden Tisch auf den Grund gegangen werden, mit dem Verwaltung, Schulleitungen und die Politik die kontroverse Debatte der vergangenen Wochen wieder auf eine sachliche Ebene bringen wollen. Das ist das Ergebnis der letzten Schulausschusssitzung. Der Vorschlag der CDU stieß in dem Gremium auf breite Zustimmung.

In der vorhergehenden Debatte gab es den zu erwartenden Schlagabtausch zwischen Stadt und Politik. Wie berichtet, hat die Stadtverwaltung zwar die Stundenzahl für Schulsozialarbeit von 183 auf 191,5 Stunden erhöht. Allerdings profitieren davon neben der Böckenheck, der Mecki- und der Albert-Schweitzer-Schule vor allem der Verwaltungsapparat im Rathaus. So wurde der Stundensatz für die Koordination der Schulsozialarbeit um acht Stunden aufgepumpt. Verlierer der neuen Regelung sind die Gustav-Adolf-, die Hauptschule und die Realschule, bei denen insgesamt 25,5 Stunden reduziert wurden. Hinzu kommt, dass aktuell 34,5 der im Soll stehenden Stunden gar nicht gegeben werden können, weil Mitarbeiter fehlen. Nach Angaben der Stadt sollen die zwei vakanten Stellen jetzt wieder besetzt werden. Es gab vor kurzem entsprechende Bewerbungsgespräche.

Mehr als andere Städte

Jugendamtsleiter Peter Wenzel hatte im Ausschuss versucht, die Kritik an der Kürzung zu entkräften. Er begründete das damit, dass die vorhandenen Stunden auf alle Schulen verteilt werden mussten. „Das Angebot ist nicht für alle befriedigend, aber wir bieten mehr an als andere Städte“, so Wenzel.

Die Reaktion der Politik folgte prompt: Es gehe hier nicht darum, ob wir besser sind als andere Städte. Es gehe um unsere Kinder, so Thomas Benterbusch (CDU). Im Vordergrund dürften auch nicht Zahlen zur Stellenbesetzung stehen, sondern der tatsächliche Bedarf der Schulen. Und hierzu hatte zum Beispiel Rita Vetter (Hauptschule) im Gespräch mit unserer Redaktion klar gemacht, dass der Bedarf klar über dem der zugewiesenen Stunde liege.

Horst Dieter Skora (Linke) betonte, Zahlenspiele zur Stellenanzahl brächten überhaupt nichts. „Wir müssen darauf achten, dass ausreichend Stunden dort ankommen, wie sie benötigt werden, nämlich vor Ort an den Schulen und nicht im Verwaltungskopf.“

Sollte der Runde Tisch zu dem Ergebnis kommen, dass der tatsächliche Bedarf an Schulsozialarbeit höher ist als von der Stadt berechnet, machte Thomas Benterbusch deutlich, entsprechende Finanzmittel zur Verfügung stellen zu wollen. Dem pflichtete die SPD bei.

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