+
Manfred Schade (li.) und Hannelore Rehr (re.) lassen sich von Wilfried Krull Tipps zur richtigen Anwendung ihres Tablets geben.

Senioren lernen den richtigen Umgang mit dem Tablet

Fit im Alter: Keine Scheu vor neuer Technik

  • schließen

DATTELN - Der Tablet-Kurs des Seniorenbeirats feiert Bergfest.

Halbzeit beim Tablet-Kurs des Seniorenbeirats. Neun Damen und ein Herr im Alter zwischen 70 und 89 Jahren machen sich seit einem Monat fit für den digitalen Alltag.

Der von Wilfried Krull, Anne Nosek und Dr. Cornelia Tollkamp-Schierjott ausgerichtete Kurs will erreichen, dass ältere Semester die Scheu vor Smartphones und Tablets verlieren. „Es ist ja nicht alles schlecht“, sagt Wilfried Krull. Immerhin eröffneten sich durch neue Medien und Techniken auch viele Vorteile für die Senioren, die es zu nutzen gelte. So würde eine der Teilnehmerinnen zum Beispiel via Video-Telefonie den Kontakt zu ihrer Tochter in Australien halten. „Und das ist doch toll“, freut sich Wilfried Krull. Mittlerweile haben alle Teilnehmer eine eigene E-Mail-Adresse. Dass nicht immer alles klappt, sei keine Sache des Alters, findet Wilfried Krull. Mal ist es ein Großbuchstabe, der eigentlich klein geschrieben werden muss, manchmal ein fehlender Punkt oder ein Komma. Fehlerquellen, mit denen sich wohl jeder Anwender einmal herumärgern musste.

Ziel: Urlaub selber buchen

In den kommenden Wochen konzentrieren sich die Kursteilnehmer dann auf Themen wie zum Beispiel die Teilnahme an Sozialen Netzwerken. Aber auch die Recherche im Internet steht auf dem Plan. Außerdem will das Team des Seniorenbeirats auch vermitteln, wie die Senioren sich im Internet zurechtfinden und vielleicht sogar ihre Urlaubsreisen selber online buchen können.

„Die großen Fortschritte der Teilnehmer stellen uns aber auch vor ein neues Problem“, räumt Krull lachend ein. „Wir bewegen uns nach erst vier Treffen schon in Bereichen, bei denen wir auf professionellere Hilfe zurückgreifen müssen.“ Daher hat sich schon nach kurzer Zeit Alexander Kindermann dem Seniorenbeirat ehrenamtlich zur Verfügung gestellt. Der Unternehmensberater ist nun offizieller Technik-Botschafter der Senioren. „Je fitter wir an der neuen Technik sind, desto besser“, sagt Wilfried Krull. „Unser Motto lautet schließlich ambulant vor stationär.“ Neue Techniken könnten helfen, den Lebensabend in den eigenen vier Wänden zu verbringen, erklärt er. Mittlerweile gebe es Smarthome-Systeme, die anhand von Sensoren feststellen, ob der Bewohner möglicherweise gestürzt sei. „Dann alarmiert dieses System eigenständig den Rettungsdienst“, sagt er.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Auf dem Weihnachtsmarkt in Marl-Polsum sind Staus normal und gemütlich
Auf dem Weihnachtsmarkt in Marl-Polsum sind Staus normal und gemütlich
Schwerer Unfall in Datteln: Mann wird aus Fahrzeug geschleudert und verstirbt
Schwerer Unfall in Datteln: Mann wird aus Fahrzeug geschleudert und verstirbt
Der "Süder Advent" - beliebt in Herten, einzigartig im Ruhrgebiet
Der "Süder Advent" - beliebt in Herten, einzigartig im Ruhrgebiet
Bandenbetrug: Festnahme und Durchsuchungsaktion der Bundespolizei in Herten
Bandenbetrug: Festnahme und Durchsuchungsaktion der Bundespolizei in Herten
Tödlicher Unfall in Datteln, Festnahme in Herten, Schalke-Torwart sieht Rot
Tödlicher Unfall in Datteln, Festnahme in Herten, Schalke-Torwart sieht Rot

Kommentare