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Die Emmaus-Kapelle im Vincenz-Krankenhaus gehört zu den Lieblingsplätzen von Stadtbotschafterin Margarete Kelch in Datteln.

Serie: Lieblingsplätze

Emmaus-Labyrinth ist eine Augenweide

Datteln - Margarete Kelch gehört zu den neuen Stadtbotschaftern, die seit diesem Jahr unterwegs sind. Ihr Lieblingsplatz ist ein Ort der Besinnung und Ruhe, den sie oft und gerne genießt.

Datteln hat Stadtbotschafterin Margarete Kelch schon viel länger im Visier. Ihr Lieblingsplatz ist ein Ort der Besinnung und Ruhe, den sie oft und gerne genießt: die Emmauskapelle des St.-Vincenz-Krankenhauses. Margarete Kelch ist ein Fan der gesamten Stadt, trotzdem hat sie kleine Plätze für sich als Favoriten ausgemacht, die sie gerne ins Visier ihrer Kamera nimmt.

„Die Amanduskirche habe ich zu jeder Jahreszeit und aus jedem Blickwinkel heraus fotografiert“, benennt sie eines ihrer Lieblingsmotive. Ihren ganz persönlichen Rückzugsort hat sie jedoch in der Emmauskapelle des St.-Vincenz-Krankenhauses gefunden. „Ein wunderbarer Ort der Stille“, empfindet die 66-Jährige.

Als Krankenschwester im Nachtdienst besuchte sie die kleine Kapelle oft vor oder nach dem Dienst – um Kraft zu tanken, die sie gerne an ihre Patienten weitergab. Heute führt der Weg die Rentnerin dorthin, wenn sie als Ehrenamtliche in der Krankenhausbücherei arbeitet: Eine Kerze anzünden, sich auf die Ruhe einlassen und den eigenen Gedanken nachgehen. Auch das Emmaus-Labyrinth zieht sie magisch an.

Emmaus-Labyrinth besteht aus 1300 Buchsbäumen

Mit seinen über 1300 Buchsbäumen ist es ein Dattelner Anziehungspunkt geworden. Nicht nur für die Patienten, auch ihre Besucher und andere Spaziergänger genießen die parkähnliche Anlage. „Die unterschiedlichen Bäume auf dem gesamten Gelände bis hin zur Amanduskirche sind im Herbst eine Augenweide“, schwärmt die dreifache Mutter und zweifache Oma. Sie geht mit offenen Augen durch Datteln, nimmt die Schönheiten wahr, hat aber auch ein paar Kritikpunkte für sich ausgemacht.

„Unserer Stadt fehlt ein Geschäft wie Möllmann“, lautet ein Fazit von ihr. Und sie hätte gerne mehr gemütliche „Außengastronomie“. Dieser Sommer lädt zum Draußen- sitzen ein, sie verbringt ihn Cappuccino trinkend auf den Plätzen vor den Eisdielen. Dabei hat sie festgestellt, dass die Innenstadt mehr Bänke benötigt. Das Anliegen hat sie bereits den drei Frauen vom Quartiersmanagement vorgetragen. Projektleiterin Annika Siebert wird der „Bank-Geschichte“ nachgehen. Aber das Ordnungsamt hat auch noch ein Wörtchen mitzureden.

Für unsere Serie „Mein Lieblingsplatz“ konnten wir die Dattelner Stadtbotschafter gewinnen. Die Männer und Frauen führen Sie, liebe Leserinnen und Leser, in den Ferien samstags zu Orten, die ihnen am Herzen liegen.

In der nächsten Folge am 1. September sind wir mit VHS-Chefin Rosi Schloßer und mit „Willi“ auf den Kanälen Dattelns unterwegs.

Es geht um Sicherheit, um Abstände und Anbringung. Margarete Kelch seufzt ein wenig: „Es könnte alles so einfach sein, ist es aber nicht.“ Schnell besinnt sie sich auf ihr Lieblingsmotto: „No Stress.“ Und wenn das nicht hilft, bleibt immer noch der Gang in die ruhige Emmauskapelle.

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