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Silvester, Böller, Raketen, Hund, Tierwohl, Angst, Haustier, Taps

Silvesterfeuerwerk

Von Frühstartern und Spätzündern

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DATTELN - Haustiere sollten beim Feuerwerk an Silvester drinnen bleiben. Ihre Halter klagen über das Knallen vor und nach dem Jahreswechsel.

Das Jahr mit einem großen Knall beginnen, oder lieber das Geld sparen und die Umwelt sowie die vielen Haustiere schonen? Zwischen den Feiertagen wird diese Diskussion zuhauf geführt. Birgit Blaschke, Vorsitzende des Dattelner Tierschutzvereins, ist sich sicher, dass es zum Jahreswechsel wieder laut auf den Straßen wird. Für Hunde, Katzen, Kaninchen oder Vögel hat sie dennoch nützliche Tipps zum Schutz vor dem Spektakel auf den Straßen parat.

Unsere Facebook-Nutzer waren beim Thema Feuerwerk an Silvester geteilter Meinung: Die einen haben sich gestern bereits mit Raketen, Böllern, Fontänen und anderen Knallkörpern eingedeckt. „Ich kaufe tonnenweise Feuerwerk“, schreibt zum Beispiel Devin Jezernik. Die anderen verzichten aus den verschiedenen Gründen lieber. „Wir kaufen auch nichts. Das Geld investiere ich lieber in meine drei Tiere“, schreibt Carolin Luchini. Lars Fischer ergänzt: „Geldverschwendung und Umweltverschmutzung. Es könnte gerne ein bisschen teurer sein, um die Aufräumarbeiten mitzufinanzieren.“

Viele Haustier-Besitzer haben sich mittlerweile, auch wenn sie selber verzichten, damit abgefunden, dass es in der Nacht zwischen Silvester und Neujahr laut wird. „Solange es sich auf den eigentlichen Sinn beschränkt, an Neujahr das neue Jahr zu begrüßen, spricht nichts gegen Feuerwerk. Da müssen unsere Hunde durch“, schreibt Jan Lourens. Ihn stört jedoch das Knallen vor Mitternacht. Viele Familien würden mit ihren Kindern schon am frühen Abend raus gehen, um das neue Jahr zu zelebrieren. Auch Daniz Yakit verurteilt es, Knallkörper vor und nach der Silvesternacht loszulassen. Seine Hündin würde bei den einzelnen kleinen Explosionen Panik bekommen. Insgesamt stehen bei den Facebook-Nutzern die lauten Böller eher in der Kritik, als das bunte Kinderfeuerwerk um Vulkane, Bienen und Silberringe. Der Großteil hält Böller für überflüssig.

Auch Birgit Blaschke vom Tierschutzverein Datteln kennt die Probleme der Haustier-Besitzer um die Silvesternacht herum. Sie rät daher, die Tiere bestmöglich vor den Strapazen zu schützen: „Während der Silvesternacht würde ich die Zimmer abdunkeln und einen Raum suchen, der etwas geschützter ist. Oft sind die Haustiere an Geräusche des Fernsehers gewöhnt. Den kann man dann ruhig etwas lauter stellen, um die Knallgeräusche zu übertönen.“

Katzen sollten im besten Fall schon einen Tag vorher rein geholt werden, Hunde sollten auch vor und nach Silvester eher angeleint bleiben, weil sie gern den Böllern hinterherjagen. „Einige Hunde können so einen großen Schock bekommen, dass sie immer daran erinnert werden und plötzlich sehr schreckhaft werden“, sagt Blaschke.

Zwischen Knallerei und Verzicht scheint Facebook-Nutzer Jose Manuel Tejon Blanco einen guten Mittelweg gefunden zu haben: „Hier bei uns knallt nur der Korken. Prost!“

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