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Als möglichen Standort für sozialen Wohnungsbau brachte die SPD das Gelände um die abrissreife Turnhalle Horneburg ins Gespräch.

Stadtentwicklung

SEG soll bezahlbare Wohnungen bauen

DATTELN - Der Dattelner Stadtrat und die Verwaltung sind sich einig, dass der soziale Wohnungsbau in der Kanalstadt dringend forciert werden muss, um dem stetig wachsenden Bedarf in Zukunft gerecht werden zu können. Die Stadtentwicklungsgesellschaft soll diese Aufgabe übernehmen.

Eine Gruppe privater Investoren und die Caritas haben von ihren Plänen, das städtische Areal mit der alten Turnhalle in Horneburg zu entwickeln, zunächst Abstand genommen. Jetzt hat die Politik für eine Folgenutzung mit der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) einen dritten Spieler in die Partie gebracht mit dem möglichen Ziel, dort sozialen Wohnungsbau zu realisieren.

Und nicht nur dort. Die SEG soll sich in ganz Datteln verstärkt um die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum kümmern, so die SPD in einem Antrag, der im letzten Rat eine Mehrheit fand. Eine Ausrichtung, die auch der Stadt als größtem SEG-Gesellschafter zusagt, wie SEG-Geschäftsführer Hans-Jürgen Büker und Bürgermeister André Dora betonen. Das Problem der Altersarmut werde immer größer, dem müsse man entgegensteuern. In der Tat gibt es in Sachen sozialer Wohnungsbau großen Nachholbedarf. Im Jahr 2015 betrug der Anteil der Sozialwohnungen gemessen am Gesamt-Wohnungsbestand in Datteln 7,2 Prozent. In absoluten Zahlen ausgedrückt: Von den 17.537 Wohnungen in Datteln waren 1271 Sozialwohnungen. Und die Situation hat sich verschärft. Die Sozialstruktur Dattelns zeigt, viele Bürger sind nicht auf Rosen gebettet und bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper.

Die SEG hat bereits an der Wagnerstraße (alte Gustav-Adolf-Schule) ein solches Projekt in der Pipeline. 33 Wohnungen sollen auf dem 7800 Quadratmeter großen Areal gebaut werden mit Mieten zwischen 5 und 5,50 Euro. Die Nachfrage ist schon vor Baubeginn riesig, so Büker. Mit der Fertigstellung rechnet er 2019. Wie groß der tatsächliche Bedarf für künftigen sozialen Wohnungsbau ist, das will die SEG in einem Konzept kurzfristig dem Rat darlegen. Dora und Büker sind sich aber in einem einig: Sollte der Bau von Sozialwohnungen ein weiterer Schwerpunkt der SEG werden, muss die Gesellschaft personell aufgestockt werden. Und zwar zum Beispiel mit einem Ingenieur, der den Finanzfachmann Hans-Jürgen Büker in technischen Baufragen unterstützt. Ohne Verstärkung, das macht Büker klar, ist diese Aufgabe nicht zu stemmen.

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