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Prall gefüllt war die Hohe Straße zur 30. Auflage des Dattelner Mai

Stadtfest bietet viel Variation

Augenschmaus und Leckerbissen - Die Besucher des Dattelner Mai kamen voll auf ihre Kosten

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    Sebastian Balint
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Datteln - Das gute Wetter lockte überraschend früh die ersten Besucher an. Viele der Aussteller und Händler hatten ihre Stände zum Teil noch nicht aufgebaut.

„Nicht zu heiß und nicht zu kalt“, stellt Heinz Boller, erfreut fest. Der Vorsitzende des landwirtschaftlichen Ortsvereins lässt seinen Blick zufrieden über die Wiese neben dem Rathaus schweifen. Direkt vor ihm steht die große Dreschmaschine aus dem Jahr 1947, eingerahmt von vielen historischen Treckern. Der imposante Fuhrpark lockt viele Schaulustige an. Reinhard Elfert, Landwirt im Nebenberuf, erklärt, wie die Bauern das Korn früher verarbeiteten. Ein Stück weiter, im Hof des Dorfschultenhof, verkaufen die Landfrauen derweil ihren berühmten Erdbeerboden, der reißenden Absatz findet. Gleich gegenüber vom Verkaufsstand der Landfrauen backt im Holzkohleofen köstlich duftendes Brot. Laib für Laib holen die Bäcker aus dem alten Ofen, bevor sie, noch dampfend in der Auslage der Landfrauen landen. „Die Nachfrage ist groß“, freut sich Jutta Spichalski. Ihr gegenüber steht Monika Hinsche aus Velbert. Sie komme regelmäßig nach Datteln, um Freunde zu besuchen. Sie komme gern mit ihrem Mann in die Kanalstadt. „Datteln ist eine rührige kleine Stadt“, sagt sie. „Das Kulturangebot ist sehr schön und es wirkt alles so familiär. Das gefällt uns.“ Der Besuch auf dem Bauernmarkt sei eine Premiere, sagt sie. Der Duft des frisch gebackenen Brotes sei einfach unwiderstehlich. Die neben ihr stehenden Kunden pflichten ihr bei.

Am Tigg toben sich derweil die Kinder aus. Amüsiert hüpfen sie quiekend auf den drei Hüpfburgen im Western-Stil. Gleich daneben steht ein kleiner „Hau den Lukas“. Das helle Klingeln der Glocke vermeldet in kurzen Abständen einen erfolgreichen Hammerschlag eines kräftigen Kindes.

Zu einer Spielwiese für Erwachsene wurde die Castroper Straße. 90 Old- und Youngtimer sowie restaurierte Lkw, Militär- und Feuerwehrfahrzeuge durften die Dattelner auf einen Schlag bestaunen. Die Aussteller standen gerne Rede und Antwort zu ihren Herzstücken. Nach dem ersten Blick in Richtung Innenausstattung und Design gab es auf Nachfrage auch einen Blick unter die Motorhaube. Und da präsentierten die Maschinen ihre ganze Pracht. Beim aufheulen der Motoren wurde es dann schon mal gerne lauter. Sattsehen konnten sich die Besucher bei der Vielzahl an Autos, Krads und schweren Maschinen jedenfalls nicht. „Und wenn die ersten wieder fahren, kommen neue hinzu“, sagt Initiator Markus Danielsmeier strahlend. Über die Auswahl konnten sich die Besucher des Street-Food-Festivals am Neumarkt auch nicht beklagen. Bekannte Gerichte wie Burger, Flammkuchen, Pommes oder Pizza gab es in verschiedenen Variationen und Ausführungen.

Ob „Pulled Pork“ oder ein Bratling vom Holzkohlegrill, süße oder feurige Currywurst – der Kreativität in Zubereitung und Präsentation wurde freien Lauf gelassen. Das hatte zwar seinen Preis, aber bei musikalischer Untermalung und Bierzelt-Stimmung ließen es sich die Dattelner gerne auf dem Marktplatz gut gehen, bevor es weiter durch die Einkaufsstraßen ging.

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