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200 Besucher waren zum Sammlertreffen gekommen und tummelten sich zwischen den Tischen und Kartons der rund 40 Aussteller in der Stadthalle. Spieluhren aus der Jahrhundertwende, Dampfradios, Schelllack-Schallplatten und diverse Ersatzteile konnten erworben werden.

Stadthalle

40 Aussteller und 200 Besucher bei Radiobörse

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Datteln - Rund 40 Aussteller und etwa 200 Besucher aus ganz Deutschland waren bei der 53. Radiobörse in der Dattelner Stadthalle dabei.

Eine Symphonion-Spieluhr aus dem Jahr 1890 hat Sammler Rainer Berkenhoff am Sonntag bei der 53. Radio-, Grammophon-, und Fernsehbörse in der Dattelner Stadthalle erworben. Er ist nicht nur leidenschaftlicher Sammler, sondern auch Erfinder und Veranstalter der Börse – die auch in diesem Jahr wieder in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Datteln durchgeführt wurde. „Die Leute kamen wieder aus allen Himmelsrichtungen zu uns“, freut sich Berkenhoff.

„Wir hatten Leute aus Berlin, Dresden, Freiburg und Hamburg hier.“ Zum ersten Mal sei auch ein Aussteller aus Soest dabei gewesen und zum zweiten Mal ein Aussteller aus dem Nachbarland Niederlande. Einziger Haken an diesem Tag war das Wetter. Das wollte nicht so recht mitspielen. Einige Aussteller hatten ihren Stand trotzdem draußen aufgebaut. „In der großen Halle haben wir schon zusammengeschoben, was ging“, erklärt der Veranstalter. Und auch in der Vorhalle sei kaum noch Platz gewesen. Vermutlich wegen des Wetters mussten auch Einbußen bei den Besucherzahlen hingenommen werden: „Sonst haben wir mehr Besucher“, sagt Berkenhoff nach der Veranstaltung, die am Sonntag von 9 bis 14 Uhr stattfand.

Schallplatten-Trend hat offensichtlich auch Datteln erreicht

Aber immerhin waren etwa 200 Besucher zum Sammlertreffen gekommen und tummelten sich zwischen den Tischen und Kartons der rund 40 Aussteller. Radios, Schallplatten und Ersatzteile konnten erworben werden. Der Schallplatten-Trend hat offensichtlich auch Datteln erreicht. Deutschlandweit hat die Schallplatte in den vergangenen Jahren eine Renaissance erlebt. Aktuelle Zahlen zeigen aber auch: Es gibt eine Wende auf dem deutschen Musikmarkt. Erstmals wurde mit Musik-Streaming im Internet mehr Geld eingenommen als durch den Verkauf von CDs.

Doch es gibt trotzdem immer noch Menschen, die gern etwas in der Hand haben und Musik selbst auflegen wollen. Und nicht wenige Nostalgiker schwören gar auf Schellack-Schätzchen. Und so sind auch bei der Börse immer wieder stolze Sammler zu beobachten, die eine neue, beziehungsweise alte und teilweise historische Errungenschaft zu ihren Autos bringen. Veranstalter Rainer Berkenhoff hat zwar selbst eine Spieluhr gekauft, aber verkauft hat er nichts. „Ich habe nie genug“, sagt der Dattelner, obwohl in seinem Haus mehr als 400 historische Radios und 100 Fernseher stehen.

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