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Hohe Straße Datteln

Stadtteilkonferenz

Datteln putzt sich ordentlich heraus

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Datteln - „Stadt am Wasser“ – so lautet das Leitmotiv, mit dem das Quartiermanagement das Image der Kanalstadt aufpolieren will.

Seit Jahren herrscht Stillstand in der Innenstadt – der marode Schemm und die vielen Leerstände in der City sprechen Bände. „Stillstand ist Rückschritt“, sagte Bürgermeister André Dora zum Auftakt der 1. Stadtteilkonferenz: „Es geht darum unsere Stadt zukunftsfähig zu machen.“ Das Land unterstützt die Dattelner Stadtentwicklungs-Offensive mit Mitteln aus dem Städtebau-Förderungsprogramm und trägt 80 Prozent der Kosten.

Das neue Quartiermanagement für die City hat im Juni seine Arbeit aufgenommen und stellte auf der Konferenz seine Ideen und einen Maßnahmenkatalog für die nächsten drei Jahre vor, allerdings: „Was wir ihnen hier präsentieren, sind keine fertigen Konzepte. Vielmehr sollen Sie als Bürger die Chance haben, an jeder Stelle eingreifen zu können und eigene Ideen und Anregungen einzubringen“, sagte Projektleiterin Annika Siebert.

Grob skizziert sieht der vorläufige Plan der Quartiermanagerinnen so aus: Die Fußgängerzone, also die Hohe Straße, soll wieder zum Aushängeschild der Stadt werden. Erreicht werden soll dies durch mehr Grün (Alleebäume) und Wasser in der Stadt (vom Brunnen bis zum offenen Wasserlauf). Hinzu kommen könnten eine attraktivere Pflasterung, ein stimmiges Beleuchtungskonzept, eine zeitgemäße Möblierung (Bänke und Ruhezonen) und Beschilderung. Wichtig wäre in der City auch eine einladende Neugestaltung der Eingangssituationen zur Innenstadt.

Für Konferenzteilnehmer ist der Tigg schönster Platz der Innenstadt

Sobald das Leitmotiv für die Umgestaltung der Innenstadt, sowie ein schlüssiges Verkehrskonzept festgeschrieben ist, will das Management einen Architektenwettbewerb ausschreiben. Baustart könnte dann 2020 sein. Mit dem Umbau einhergehen könnte ein Hof- und Fassadenprogramm. Darunter fällt die Sanierung und Begrünung von Fassaden, sowie das Entsiegeln und Begrünen von (Hinter-)Höfen.

Ein besonderes Augenmerk wird im Projekt auch auf die Aufwertung des Tigg gelegt, dem – nach Einschätzung aller Konferenzteilnehmer – schönsten Platz der Innenstadt. Konkrete Vorschläge gibt es auch für die „klaffende Wunde“ der Innenstadt, den Schemm-Platz. Hier soll ein solide angelegter, bewirtschafteter Parkplatz entstehen, drumherum ist Raum für eine große Grünfläche, einen Spielplatz, Einzelhandel (Elektrofachmarkt) und Wohnen.

Das Leitmotiv „Stadt am Wasser“ könnte Datteln mit Leben füllen, indem es die Kanalufer bespielt und ins städtische Leben integriert: Wohnen, Gastronomie und Events am Wasser wären die Stichworte. Allerdings stünden dem noch die vielen Altlasten am Kanal entgegen.

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