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Direkt vor dem Sperrtor am Dattelner Meer wird das neue Brückenbauwerk im Zuge der neuen Bundesstraße 474n entstehen. Baubeginn ist im Frühjahr nächsten Jahres.

Straßen.NRW

Lange umstrittene B474n startet im Frühjahr

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Datteln - Neun Jahre dauerten allein die Auseinandersetzungen vor diversen Gerichten, bis das Bundesverwaltungsgericht im Frühjahr den Weg für den Straßenbau frei machte.

Im zweiten Quartal 2019 beginnt Straßen.NRW nun mit dem Bau der lange umstrittenen B 474n (Ortsumgehung Datteln). Dies erklärte der zuständige Projektleiter von Straßen.NRW, Daniel Assmann, jetzt im Stadtrat der Kanalstadt. Assmann war gekommen, um der Politik die konkreten Straßenbaupläne zu erläutern. Demnach umfasst der 1. Bauabschnitt den Bau einer neuen Kanalbrücke über den Dortmund-Ems-Kanal, angrenzend an das Dattelner Meer.

Die Stahlbogenbrücke (130 Meter lang, 21 Meter hoch) wird am Ufer komplett montiert und dann über Widerlager und Pontons über den Kanal geschoben. Die Kosten für die Brücke bezifferte Daniel Assmann mit acht Millionen Euro. Nach Fertigstellung des Brückenabschnitts wird die Bundesstraße zunächst in südlicher und anschließend in nördlicher Richtung weitergebaut.

Länge der Ortsumgehung: 4,1 Kilometer

Die Trasse der B474n verläuft von der B 235 (Olfener Straße) bis zur L 609 (Münsterstraße). Insgesamt hat die Ortsumgehung eine Länge von 4,1 Kilometern. Straßen.NRW rechnet mit Baukosten in Höhe von 24 Millionen Euro und einer Bauzeit von drei bis vier Jahren.

Umweltschützer hatten immer wieder gegen die Zerstörung des Naturraumes durch den Straßenneubau geklagt. Straßen.NRW hat ein besonderes Augenmerk auf den Artenschutz (etwa für Fledermäuse) gelegt. So gibt es auf 380.000 Quadratmetern Ausgleichsmaßnahmen im Sinne des Artenschutzes, die zum Teil schon vor dem Straßenbau umgesetzt werden. Darüber hinaus tragen Amphibienschutzmaßnahmen, die Anlage von Schutzzäunen und Überflughilfen entlang der Trasse zur Vermeidung artenschutzrechtlicher Konflikte bei.

Für Datteln hat die neue Bundesstraße große Bedeutung: einerseits als Hauptzufahrtsstraße zum geplanten Industrie-Areal „newPark“ und andererseits als Entlastung für die Castroper Straße (B 235), das „Epizentrum“ innerstädtischer Dauer-Staus. „Wenn Sie jetzt über die B 235 ins Ruhrgebiet zurückfahren, dann werden Sie verstehen, warum wir diese Ortsumgehung so dringend brauchen“, sagte Bürgermeister André Dora zur Verabschiedung des Projektleiters von Straßen.NRW.

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