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Für einen sozialverträglichen Ausstieg aus der Braunkohlegewinnung- und Verstromung spricht sich die Ringgemeinschaft Münsterland der Bergmannsvereine aus, die am Samstag in der Gaststätte „Zur Postkutsche“ tagte.

Stromgewinnung

Ex-Bergleute wollen keinen Kohlestrom mehr

Datteln - Klimaschutz: Die Ringgemeinschaft Münsterland plädiert beim Jahrestreffen für einen sozialverträglichen Braunkohleausstieg.

Die in der Ringgemeinschaft Münsterland zusammengeschlossenen Bergmannsvereine plädieren für einen sozialverträglichen Ausstieg aus der Braunkohleförderung – so das Ergebnis der diesjährigen Versammlung die der Dattelner Verein Bergmannsglück in der Gaststätte „Zur Postkutsche“ organisiert hatte.

„Wir können uns nicht mehr davor verschließen, dass die Stromgewinnung durch Verbrennen von Kohle zum Klimawandel beiträgt“, begründet Peter Jockheck, Vorsitzender vom Verein Bergmannsglück, diese Forderung. Man müsse vielmehr auf Energiegewinnung bauen, die für Mensch und Umwelt auf Dauer verträglich sei. Die traditionsbewussten ehemaligen Kumpel vertreten die Auffassung, dass Leben auch Veränderung bedeutet. Darum könne es nicht länger angehen, dass Menschen weiter durch den Abbau von Kohle leiden müssten.

Jockheck nannte in diesem Zusammenhang speziell die Braunkohlegewinnung im rheinischen Revier mit der Vernichtung von Dörfern, Natur und über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen. Für ihn stehe fest, dass die Verbrennung von Kohle in den Kraftwerken auch gesundheitliche Schäden zur Folge hat: „Wenn jemand durch die daraus resultierende Luftverschmutzung krank wird, geht dies letztlich auf Kosten der Allgemeinheit.“

Der ehemalige Bergmann Jockheck, der auch Mitglied der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Datteln ist, vertritt die Auffassung, dass die Klimaschutz-Gründe, die für eine Abschaltung der Braunkohle-Kraftwerke sprechen, letztlich auch für das umstrittene Steinkohlekraftwerk Datteln 4 gelten müssen: „Dieser heiße und trockene Sommer hat uns vor Augen geführt, dass wir nicht mehr an der Kohleverstromung festhalten dürfen.“ Was an Strukturwandel bei der Steinkohle im Ruhrgebiet und in Ibbenbüren möglich gewesen ist, müsse auch in den Braunkohlerevieren machbar sein.

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