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Britta und Detlef Quack betreiben seit acht Jahren das „Schalke Büdchen“ an der Zechenstraße. Seit mittlerweile 35 Jahren gibt es an dieser Stelle eine Trinkhalle. Täglich kommen Stammkunden vorbei.

Trinkhalle

"Schalke Büdchen": Treffpunkt der Nachbarn

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Datteln - Am Samstag ist Tag der Trinkhallen im Ruhrgebiet. Wir waren zu Besuch in einer 35 Jahre alten Trinkhalle in der Dümmersiedlung.

Wo früher ein Friseur-Salon war, ist heute eine Trinkhalle. Und das seit mittlerweile 35 Jahren. „Früher war die Trinkhalle noch im Keller. Da saßen wir auf Bierkästen und waren am rauchen“, erinnert sich Herwig Jedamski, Stammkunde des heutigen „Schalke Büdchens“ an der Zechenstraße 35. Hier kommt der Dattelner immer noch regelmäßig hin und trinkt mit Freunden und Nachbarn ein Bier. „Hier ist alles sehr familiär“, sagt der 55-Jährige.

„Alle sind befreundet und es gibt einen sehr großen Zusammenhalt“, sagt Britta Quack. Ihr Mann hat den Kiosk vor acht Jahren übernommen. Den Namen „Schalke Büdchen“ haben sie vom Vormieter übernommen. „Büdchen klingt für mich gemütlicher als Trinkhalle oder Kiosk und passt besser, da die Räumlichkeiten klein und alt sind“, so Quack. Und ihr Mann ist Schalke-Fan.

Aber auch andere Fußballfans seien gern gesehen und würden in das „Schalke Büdchen“ kommen. Ihr ist wichtig, dass hier alle gut miteinander auskommen. „Denn wenn das hier shon im Kiosk nicht klappt, wie soll das denn dann erst im Stadion funktionieren?“, fragt Quack. Zur Weltmeisterschaft im Sommer hatte sie alles schön in Schwarz-Rot-Gold geschmückt.

Hilfsbereitschaft wird im "Schalke Büdchen" groß geschrieben

Im Raum nebenan – wo ein Fernseher, Tisch und Stühle stehen — wurde dann gemeinsam Fußball geschaut. Dort hängt auch schon der neue Bundesligaplan und es werden Tippspiele gemacht. Klein und Groß kommen in dem Büdchen zusammen. Einige waren schon als Kinder hier und kommen jetzt mit ihren eigenen Kindern vorbei. „Die Kinder bekommen von mir dann auch schonmal ein Eis, oder ein paar Süßigkeiten mehr in die Tüte, sagt Britta Quack. Aber nicht nur Kinder kommen gern zu ihr sondern auch Senioren. „Einige kommen auch einfach nur zum Reden“, erzählt Quack. „Ich helfe ihnen dann auch mal beim Packen von Geschenktüten oder Ausfüllen von Paketscheinen“. Hilfsbereitschaft wird hier großgeschrieben. Wenn die Leute mitbekommen, dass ein Fahrrad kaputt ist oder eine Garage entrümpelt werden muss, packen sie mit an und trinken hier anschließend ein Bier, so Quack.

Es ist ein wichtiger Treffpunkt für die Nachbarn. Deshalb haben sich die Stammkunden einmal sehr für den Kiosk eingesetzt als es Probleme wegen angeblicher Lärmbelästigung gab. Bürgermeister André Dora hatte sich daraufhin selbst ein Bild von der Lage gemacht und die Situation entschärft. Wie lange Quacks das Büdchen noch weiterführen wollen? „Auf jeden Fall bis 2020, wenn Schalke Meister wird und wir 10-jähriges Jubiläum feiern“, sagt Quack.

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