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Mit Halskrause, EKG-Gerät und (aufgeklebten) Fusionen versehen, heben Retter André Dora aus einem aufgeschnittenen Schrott-Volvo und auf eine Trage. Der Bürgermeister machte bei der Übung als Unfallopfer mit.

Übung nach Großeinsatz

Feuerwehr rettet Bürgermeister

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DATTELN - Das war ein ereignisreicher Samstag für Horneburgs Feuerwehr. Vormittags wurde geholfen, den verheerenden Großbrand des Toom-Baumarktes wenige Meter hinter der Stadtgrenze zu löschen. Nachmittags gab es eine spektakuläre Einsatzübung und dann wurde unterm Maibaum am Schloss die Nacht zum Tage gemacht.

Knapp 200 Zuschauer auf der Festwiese am Schloss halten den Atem an. Neben dem Maibaum stehen zwei Unfallautos, das eine liegt auf dem Dach. Am Steuer eines dunkelgrauen Volvo V 70 sitzt Bürgermeister André Dora – regungslos, von seiner Stirn rinnt blutrote Schminke. Zwei Feuerwehrwagen und der Notarzt kommen mit Blaulicht und Martinshorn, die Besatzungen zeigen, was sie können.

An diesem Tag ist Zuschauen aus nächster Nähe ausdrücklich erwünscht. „Wir wollen der Bevölkerung zeigen, wie wir arbeiten, welche technischen Geräte wir haben und welche Ausbildung hinter unserer Arbeit steckt“, sagt Löschzugführer Frank Kuhs.

Die Horneburger Feuerwehr startete damit die Reihe von Einsatzübungen zum 125-jährigen Bestehen der Dattelner Wehr. Weitere Übungen folgen an den anderen Standorten.

Während sich Notärzte um das prominente Unfallopfer im Volvo kümmern, rücken Feuerwehrmänner dem soliden Stahl des schwedischen Kombi mit hydraulischer Blechschere zu Leibe. Hinterm Steuer des umgekippten schwarzen Suzuki hängt ein Dummy im Sicherheitsgurt. Die Einsatzkräfte brechen die Heckklappe auf. Feuerwehrmann Björn Lücke moderiert das Geschehen kurzweilig. Die Hydraulikschere knackt Fahrertür, B-Säule und hintere Tür des Volvo. Plötzlich qualmt es aus dem Motor. Zwei Mann sind zur Stelle, löschen mit Schaum. Vor allem die zahlreichen Kinder am Absperrzaun staunen.

Der Dummy wird ins Freie gezogen, „zur Letzten Ölung“, scherzt Lücke. Nach einer halben Stunde holen die Retter auch den Bürgermeister aus dem Volvo-Wrack. „Das möchte ich nie in echt erleben“, sagt Dora und lobt die Helfer. „Das war sehr professionell, ich wurde die ganze Zeit betreut, alles, was passierte, wurde mir erklärt. Wenn ich doch mal in eine solche Lage geraten sollte, kommen hoffentlich diese Leute.“

Einziger Wermutstropfen: Der Toom-Brand hatte dann doch Auswirkungen auf die Horneburger Party. Wegen der Straßensperrungen und weil die Oer-Erkenschwicker Feuerwehrkameraden noch lange im Einsatz waren, kamen bei strahlendem Sonnenschein weniger Besucher, als erhofft.

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