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Helen Konrad und Ferenc Oblisz genießen die Wellness-Woche im „Romantik-Bungalow“ mit Whirlpool und Sauna. Rottweilerdame Umbra entspannt mit.

Urlaub in Datteln

Die Kanalstadt ist eine Reise wert

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DATTELN - Es gibt viele schöne Reiseziele: Kanaren, Costa del Sol, Ballermann… Ferenc Oblisz (27) und Helen Konrad (25) haben sich für Datteln entschieden. Eine Woche „Romantik-Bungalow“ zwischen Kornfeld und Kanal war dem jungen Pärchen aus Oer-Erkenschwick 700 Euro wert. Ruhe und Erholung suchten die beiden – und fanden sie im Erholungspark Wehlingsheide.

Urlaub in Datteln – das ist für viele kein Fremdwort. Die zwölf Campingplätze auf Dattelner Stadtgebiet können sich über einen Mangel an Kundschaft nicht beklagen. Acht Betreiber setzen komplett auf Dauercamper. Einige von denen verbringen mehr Zeit auf ihrer hübsch herausgeputzten Parzelle mit Häuschen, als an ihrem Hauptwohnsitz. Oft zieht‘s Großstädter an den Rand des Ruhrgebiets.

Vier Campingplätze bieten auch Touristen-Stellplätze für Wohnmobil und Zelt sowie zum Teil luxuriös ausgestattete Bungalows. Das hat dann mit Campen nicht mehr viel zu tun.

Whirlpool, Sauna und Freiluftdusche im Garten am nagelneuen, chic eingerichteten Häuschen – das haben Ferenc Oblisz und Helen Konrad samt Rottweiler-Dame Umbra (8) für eine entspannte Wellness-Woche gebucht. „Das ist mal was anderes als im Hotel“, sagt Ferenc Oblisz, der sich als Wohnwagenhändler in der Freizeitbranche auskennt. „Malle ist auch schön. Aber hier hat man seine Ruhe und kann schön entspannen.“ Studentin Helen Konrad wollte mal eine Woche lang „möglichst allein sein, keine Menschen sehen“. Lange Spaziergänge mit Freund und Hund und ganz viel Entspannung – das ist ihr Tagesprogramm beim Datteln-Urlaub. Da störte das durchwachsene Wetter der vergangenen Tage kaum. Außerdem, sagt Ferenc Oblisz, habe er beim Urlaub vor der Haustür keinen Reisestress. „Urlaub in 15 Minuten“, nennt er das.

Immer mehr Touristen zieht‘s aber auch von weiter weg nach Datteln. „Wir haben immer wieder Gäste aus Schweden, Norwegen, Dänemark und sogar Finnland. Und natürlich Holländer und Belgier und auch Österreicher“, sagt Haard-Camping-Chef Michael Weber. „Die wollen von Datteln aus das Ruhrgebiet mit seinen Sehenswürdigkeiten entdecken – oder das Münsterland mit dem Fahrrad erkunden.“ In Ruhrpott-Städten sind Campingplätze nämlich Mangelware. „In Bochum und Gelsenkirchen gibt‘s keine Campingplätze, in Dortmund nur einen“, weiß Weber. Da hat Datteln mehr zu bieten – und Natur vor der Nase.

Den Ruhrpott kennen Ferenc Oblisz und Helen Konrad schon. Datteln auch. Sie wollten nichts entdecken, nur ihre Ruhe. Urlaubs-Fazit? „Super erholt“, sagt Helen Konrad. Hauptsache!

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