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Lesung, Schreibwerkstatt, Albert-Schweitzer Str

Vorlesetag

Der Reichtum im Kopf

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Datteln - Der Autor Armin Pongs bringt Schülern der Albert-Schweitzer-Schule die Magie der Fanatasie näher. Seine Lesung ist ein Plädoyer für das Lesen.

Es scheint noch nicht alles verloren, wenn es ums Lesen geht. Davon ist der Autor Armin Pongs überzeugt. Im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages machte er am Freitag in der Albert Schweitzer Schule Station.

„Ich bin übrigens sehr reich. Wollt ihr auch wissen wie man ganz, ganz reich wird?“, fragt Armin Pongs an diesem Morgen die rund 100 Viertklässler. Und die Antwort kommt erwartet prompt und ebenso erwartet laut. „Ja!“, rufen die Kinder einstimmig dem Autor entgegen. Seine Antwort irritiert sie, aber nur für einen kurzen Augenblick. „Ich bin reich geworden durch das Lesen“, verrät der am Chiemsee beheimatete Autor. Einige der Kinder reißen verdutzt die Augen auf und schauen fragend umher. „Hä?“, raunen sich einige daraufhin fragend zu. Armin Pongs schaut mit hochgezogenen Augenbrauen in die runde und lässt den Moment ein wenig nachwirken, bevor er dann nach einem langen und hörbaren Atemzug enthüllt: „Ich bin durch das Lesen reich an Bilder in meinem Kopf geworden.“

Reich durchs Lesen

Mit einem Schlag ist es mucksmäuschenstill im Raum. Einhundert Kinder schweigen, eine gefühlte Ewigkeit. Das müssen sie erstmal verarbeiten. Und dann entführt Armin Pongs die Kinder in ein spannendes Abenteuer, mit der von ihm erschaffen Figur, dem „Krokofil“.

Pongs hat dabei sein ganz eigenes Erzähltempo, eine eher ungewöhnliche Art, seine Geschichte vorzutragen. Seine Stimme hebt und senkt sich fast schon rhythmisch, was anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig erscheint. Die Kinder jedoch versinken innerhalb nur weniger Minuten völlig in der Geschichte. Armin Pongs beschreibt in seiner Geschichte eine Schneelandschaft und weist mit dem ausgestreckten Arm nach draußen. Die Blicke der Kinder folgen seiner Handbewegung und scheinen die beschriebene Landschaft dort wirklich zu entdecken. Gleich darauf deutet Pongs auf einen imaginären Fluss, inmitten des Klassenzimmers. Die Kinder scheinen auch dem Lauf des Fantasie-Gewässers folgen zu können.

Kinder überraschen mit gutem Allgemeinwissen

Armin Pongs gelingt es scheinbar mit links, die Aufmerksamkeit von 100 Kindern über den Zeitraum von mehr als einer Stunde aufrecht zu erhalten. Am Ende erinnern sich die Kinder sogar an nahezu alle Details der Geschichte, die der Autor nach der Lesung abfragt. Und auch beim Allgemeinwissens-Quiz können die Viertklässler überzeugen. Nicht nur, dass sie die Mona-Lisa kennen, auch wo sie zu sehen ist und wer das geheimnisvolle Bild einst malte, ist den Kindern bekannt.

Am Ende der Veranstaltung nimmt Armin Pongs allen Kindern das Versprechen ab, zukünftig weniger vor dem Fernsehgerät zu sitzen und dafür lieber wieder mehr Bücher zu lesen.

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