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Thomas Benterbusch (CDU).

Wahldebakel

Benterbusch: „Zeitpunkt für Veränderung ist da“

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Datteln - Der Stimmenverlust bei der Hessenwahl ist für Dattelns CDU-Chef Thomas Benterbusch „eine Klatsche“. Mit Blick auf die Kommunalwahl 2020 in NRW sieht der CDU-Mann die etablierten Parteien in der Pflicht, zu liefern.

Nach dem Wahldebakel der CDU in Hessen mit zweistelligem Stimmenverlust will Dattelns CDU-Chef Thomas Benterbusch gar nicht um den heißen Brei herumreden. „Das war eine heftige Klatsche“, sagt der Kommunalpolitiker auf Anfrage unserer Redaktion.

Das Abschneiden sei allerdings nicht der Arbeit der CDU in Hessen geschuldet, sondern den „traurigen Dingen“, die seit Monaten in Berlin ablaufen. Benterbusch nennt beispielsweise die Maaßen-Affäre oder die wochenlange Debatte um den Flüchtlingskurs zwischen CSU-Chef Seehofer und Kanzlerin Merkel.

„Man kann ja durchaus unterschiedlicher Meinung sein, davon lebt die Politik. Aber alles bis ins kleinste Detail in der Öffentlichkeit auszutragen, ist nicht der richtige Weg.“ Deswegen gibt es derzeit in der Großen Koalition aus Sicht von Thomas Benterbusch auch nur Verlierer. Und dazu gehöre auch Kanzlerin Angela Merkel.

Über Merkel-Nachfolge macht Benterbusch sich keine Sorgen

Ihre Ankündigung, bei dem bevorstehenden Bundesparteitag im Dezember das Amt der Parteichefin zur Verfügung zu stellen, wird von Thomas Benterbusch begrüßt. Und zwar dahingehend, dass Merkel die Entscheidung selber getroffen habe. „Ich glaube gar nicht, dass es auf dem Parteitag zu einem Sturz von Angela Merkel gekommen wäre.

Aber ein schlechtes Wahlergebnis für Merkel hätte sicherlich weitere negative Konsequenzen zur Folge gehabt.“ Bezüglich der Nachfolge macht sich Benterbusch keine Sorgen. Mit Gesundheitsminister Spahn, NRW-Ministerpräsident Laschet oder der Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer stünden gute Kandidaten zur Verfügung. Für Benterbusch steht aber fest: „Der Zeitpunkt für Veränderung ist da.“

Mit Blick auf die Kommunalwahl 2020 in NRW sieht der CDU-Mann die etablierten Parteien in der Pflicht, zu liefern. „Wir müssen uns auf die Sacharbeit konzentrieren, gute Arbeit leisten und das den Bürgern vermitteln.“ Für Benterbusch sei das der einzige Weg für die etablierten Parteien, um verlorenes Vertrauen wiederzugewinnen. „Viele wählen die AfD nicht, weil sie von deren Inhalten überzeugt sind, sondern aus Frust.“ Dem müsse man mit guter Arbeit entgegensteuern.

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