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750 Flaschen spendete die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land den Schülern der Städtischen Realschule.

Wasserspender statt Einwegflaschen

Die Städtische Realschule Datteln verbietet ab sofort Plastikflaschen

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DATTELN - Durch Wasserspender werden über 130.000 Einwegflaschen eingespart. Das ist gut für die Öko-Bilanz und schont den Geldbeutel.

Ab sofort gilt an der Städtischen Realschule ein rigoroses Verbot für Einwegplastikflaschen. Verdursten müssen die Schüler deswegen nicht: An der Schule wurden jetzt vier hochmoderne Wasserspender aufgestellt. Jeder Schüler hat eine eigene PET-Flasche erhalten, die er beliebig oft auffüllen kann.

Auslöser war eine Äußerung von Lehrer Ludger Schubert. Er habe sich zu einer spitzen Bemerkung hinsichtlich der vielen Einwegflaschen in den Klassenräumen hinreißen lassen, erinnert er sich. Die daraus entstandene Diskussion nahm der von ihm geleitete Technikkurs zum Anlass, sich näher mit dem Thema „Umweltverbesserungen“ zu befassen. „Nein“, räumt die 16-jährige Havvanur ein, „die Idee, auf Plastikflaschen zu verzichten kam nicht auf Anhieb bei allen gut an.“

Ein Großteil der Schüler habe es für unrealistisch gehalten, vollständig auf Einwegplastikflaschen zu verzichten, erklärt einer der Schüler. „Wir haben das natürlich alles durchgerechnet“, erklärt Ludger Schubert. Und die Rechnung war denkbar einfach. „Wenn 650 Schüler täglich eine Einwegflasche verbrauchen, dann sind das bei 200 Schultagen 130.000 Flaschen“, sagt Schubert. Und diese Zahl habe die Schüler durchaus beeindruckt. Nach intensiver Recherche revidierten die Schüler schließlich ihr erstes Urteil und entschlossen sich, dafür Wasserspender aufzustellen. Zwei Unternehmen kamen in die engere Auswahl. Das Rennen machte schließlich die Firma Waterlogic. „Das Angebot war ein fach das Beste“, so Schulleiter Frank Bernhard. Zwölf Euro kostet die ganzjährige Wasserversorgung pro Schüler. „Das reicht, um die anfallenden Kosten für die Wasserspender zu decken“, so Bernhard. Den Betrag müssen die Eltern zahlen. „Es waren nicht alle begeistert“, räumt Frank Bernhard ein. „Aber es gab einen einstimmigen Beschluss im Kollegium. Ich finde, das ist eine gute Sache.“

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