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Irmtrud Penfold und Bernhard Labus erinnern mit ihrer Gruppe an das Ende des 1. Weltkrieges.

1. Weltkrieg

Gedenken mit dem Dudelsack

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Datteln - „brigadoonPD“ erinnert am Sonntag um 11 Uhr als Teil einer weltweiten Aktion an das Inkrafttreten des Waffenstillstands vor 100 Jahren.

Wenn am heutigen Sonntag, weltweit an Hunderten Orten Dudelsäcke und Trommeln erklingen, geschieht dies in Erinnerung an das Ende des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren. 17 Millionen Tote waren nach vier Jahren Kriegsgeschehen zu beklagen. Darunter 2000 Dudelsackspieler (Piper), die in Diensten der Schottischen Armee standen. Ihnen soll, stellvertretend für alle Toten des Krieges, am 11. November gedacht werden. In Datteln beteiligt sich die Gruppe „brigadoonPD“ an der Aktion, zu der das „College of Piping“ aus Glasgow aufgerufen hat.

Bandleader Bernhard Labus gefiel die Idee, sich an der weltweiten Aktion zu beteiligen. Er selbst spielt seit 2007 das für viele noch immer ungewöhnlich anzuschauende und anzuhörende Instrument. Schon als Kind verfiel er dem seltsam anmutenden Klang der Sackpfeife. Doch daran, sich selbst ein solches Instrument zuzulegen, war nicht zu denken. „In den 70er/80er Jahren gab es einfach niemanden, der Unterricht auf diesem Instrument erteilt hat“, erinnert sich Labus.

Seine Lebensgefährtin Irmtrud Penfold ist seit 2008 als Trommlerin aktiv und spielt ebenfalls in der Gruppe „brigadoonPD“. Ein lautes Freizeitvergnügen, wie sich bei einer kleinen Probe im Garten des Paares herausstellen sollte. „Dadurch, dass das Fell der Snare Drum sehr stramm gespannt ist, knallt es richtig, wenn man darauf schlägt“, erklärt Irmtrud Penfold.

Und tatsächlich, jeder Schlag auf die Trommel schmerzt merklich in den Ohren. Daher hat sie sich Trommeln zum Üben zugelegt. „Von denen hören die Nachbarn nichts“, versichert sie augenzwinkernd. Verfeinert hat sie ihre Fähigkeiten unter anderem über Fernunterricht per Videotelefonie über das Internet mit einem australischen Lehrer. Auch Bernhard Labus hat sich ein Übungsinstrument zugelegt. Ohne den Luftsack klingt die Spielpfeife gleich ganz anders, irgendwie ein wenig orientalisch. Ihr Hobby hat das Paar bereits an die unterschiedlichsten Orte auf der Welt geführt. Länder wie England, Russland und sogar den Oman besuchten Bernhard Labus und Irmtrud Penfold durch gemeinsame Konzertreisen. Neben Bernhard Labus und Irmtrud Penfold werden am Sonntag noch weitere fünf Piper zu hören sein.

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