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Mit einem Knopfdruck auf den großen Buzzer, der im Server-Raum aufgestellt ist, ist das Highspeed-Internet eingeweiht und in Betrieb genommen worden. (v. li.) Stefan Buckmann von Westnetz, Timo Schade vom Innogy-Privatkundenbetrieb, Bürgermeister André Dora und Innogy-Kommunalbetreuer Dirk Wißel betätigen gemeinsam den großen grünen Knopf, der das schnelle Internet in Datteln frei gibt.

Westnetz

Highspeed-Internet ist jetzt am Netz

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Datteln - Bandbreiten bis zu 120 Megabit pro Sekunde können ab sofort in Datteln erreicht werden. Weiße Flecken gibt es aber dennoch.

Ein gemeinsamer Druck auf den Buzzer, ein kurzer Signalton und schon war das Highspeed-Internet am Netz: Rund 6250 Adressen und damit etwa 15.000 Wohneinheiten in Datteln können nun Bandbreiten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde nutzen.

Es war ein ambitioniert geplantes Großprojekt, das von der Westnetz GmbH als Verteilnetzbetreiber der innogy SE binnen eines Jahres umgesetzt wurde. Daher musste die geplante Inbetriebnahme der Hochleistungsanschlüsse um mehr als einen Monat – von Ende August auf Anfang Oktober – verschoben werden. „Angeschlossen waren die Leitungen schon zum regulären Termin, durch die Inbetriebnahme der Bundesnetzagentur hat sich der offizielle Start nun aber leicht verzögert“, sagte innogy-Kommunalbetreuer Dirk Wißel. Allerdings profitiert nicht ganz Datteln von den schnellen innogy-Leitungen. „Ein paar weiße Flecken gibt es noch“, bestätigt Wißel und verwies darauf, dass die übrigen Gebiete dann über den Förderantrag des Kreises, durch den auch die Dattelner Schulen schnelleres Internet bekommen, versorgt werden.

Innerhalb eines Jahres legte Westnetz 28 Kilometer Leerrohre

Das Highspeed-Netz von innogy deckt aber schon einen Großteil des Dattelner Stadtgebiets ab. Zwar ist der Bereich knapp 300 Meter um den Stadtkern herum davon ausgeschlossen, da dort allein die Telekom für die Internetversorgung zuständig ist, die Einwohner in Horneburg oder Meckinghoven dagegen sind in den Vectoring-Bereich von innogy mit einbezogen.

Ein Bandbreiten-Verfügbarkeitscheck ist unter mit Angabe der Adresse abrufbar. Um die Download-Geschwindigkeit von 120 Megabit nutzen zu können, müsste bei Innogy das Paket „Internet & Phone 120“ gebucht werden. Der Preis beträgt 46,90 Euro im Monat sowie eine Anschlussgebühr von 79,90 Euro. Strom- oder Erdgas-Kunden von innogy zahlen 43,90 Euro im Monat und 49,90 Euro einmalige Anschlussgebühr. Da das Netz der Innogy SE für alle weiteren Anbieter zur Verfügung steht, ist auch eine Nachfrage beim eigenen Internetanbieter ratsam, ob dieser die Glasfaserleitungen mit benutzt. Beim innogy-Vertriebspartner ICC Computer, Castroper Straße 44, kann man sich zudem über die Verfügbarkeit des schnellen Internets informieren. Auch Verträge können dort abgeschlossen werden.

Auch Dattelns Bürgermeister André Dora freute sich über schnelle Up- und Downloadgeschwindigkeiten in Datteln: „Der weitere Ausbau der Breitband-Infrastruktur trägt wesentlich zu einer höheren Lebensqualität bei. Schnellere Internetzugänge sind für die meisten Menschen von großer Bedeutung und erhöhen die Attraktivität der Region als Wohn- und Gewerbestandort nachhaltig.“ Innerhalb eines Jahres legte Westnetz rund 28 Kilometer Leerrohre, durch die dann die Glasfaserkabel eingeblasen wurden. Über 49 Multifunktionsgehäuse wurden 86 Kabelverteilerschränke im Stadtgebiet erschlossen. Von da aus geht es dann aber wie gewohnt mit Kupferkabeln in die Haushalte.

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