Wildernder Hund

Reh verendet nach Bissattacke

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DATTELN. - Ein freilaufender, wildernder Hund hat dafür gesorgt, dass ein Reh schwer verletzt wurde und elendig verendet ist. Das sagt Heinrich Bork, Pächter des betroffenen Jagdreviers, im Gespräch mit unserer Redaktion.

Wie der Dattelner Fleischermeister Heinrich Bork erzählt, hat sich der Vorfall in dem zum Hegering Datteln zählenden Jagdrevier Oer-Erkenschwick III zwischen Datteln und der Stimbergstadt ereignet.

Bork hat am Tier Bisswunden eines Hundes an der hinteren Keule entdeckt. Das war aber nicht die Todesursache. „Rehe sind Fluchttiere“, erzählt der Jäger. Von dem freilaufenden Hund aufgeschreckt, sei das Tier in Panik durch ein Gebüsch gebrochen und habe sich dabei einen 15 Zentimeter langen, daumendicken Ast in den Brustkorb gerammt und sei daran qualvoll verendet, beschreibt Bork den Hergang.

Er appelliert an die Hundebesitzer, sich ihrer Pflichten im Wald und auf den Feldern zu erinnern. Bork macht deutlich: Wenn ein Jäger einen Hund beim Wildern entdeckt, habe er das Recht, den Hund zu erschießen. Zu den Aufgaben der Jäger gehöre auch, das Wild zu schützen.

Bork selbst würde in so einem Fall aber zunächst versuchen, den Hund zu fangen, mahnt aber die Hundebesitzer, sich an die Spielregeln zu halten: Hunde dürfen nicht die Wege verlassen und müssen immer im Einflussbereich des Halters bleiben. Würden Hunde nicht entsprechend hören, müssten sie an die Leine. „Tierhalter müssen wissen, dass der Jagdtrieb in jedem Hund steckt“, so Bork.

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