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Kirsten Augello und Peter Pagel helfen Menschen, deren Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist.

Wohnberatung

Frühzeitig in Richtung Alter denken

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DATTELN - Der Diplom-Pädagoge Peter Pagel möchte die Bürger für das Thema barrierefreies Wohnen sensibilisieren. Sein Angebot ist kostenlos.

„Nur wenige Menschen denken darüber nach, wie sich ihr Leben im Alter verändern könnte“, erklärt Peter Pagel, der am Mittwoch wieder im Rahmen der Wohnberatung der Lebenshilfe im Treffpunkt Hachhausen Station machte. „Die meisten haben ein Bild von einem aktiven, sportlichen und gesunden Leben vor Augen“, so der Diplom-Pädagoge. „Doch es kann auch anders kommen. Und das empfinden viele Bürger als störenden Gedanken für ihre Lebensplanung.“

Er rät daher, sich frühzeitig damit zu beschäftigen, wie sich die eigene Gesundheit und damit auch das Leben entwickeln könnte. „Mit unserem Angebot möchten wir die Leute anregen, sich mit diesem Thema frühzeitig zu beschäftigen“, ergänzt Kirsten Augello vom Caritas-Verband Datteln. „Das Umdenken setzt leider oftmals erst dann ein, wenn ein Unfall oder eine Erkrankung die Bewegungsfähigkeit einschränkt“, so Pagel. „Dann fällt plötzlich auf, dass das Einsteigen in die Badewanne oder das Aufstehen von der Toilette zum Problem wird.“

Er empfiehlt daher, sich frühzeitig mit Anpassungen des Wohnraums auseinanderzusetzen. „Zum Beispiel beim Kauf eines Hauses oder einer Wohnung sollte man das mit berücksichtigen und vorausschauend für Barrierefreiheit sorgen“, empfiehlt der Wohnberater. Kontakt nehmen die Kunden von Peter Pagel hauptsächlich telefonisch auf, erklärt er im Gespräch mit unserer Redaktion. „Das Angebot der Sprechstunde muss sich erst noch rumsprechen. Denn in der Regel wenden sich unsere Kunden mit ganz konkreten Anfragen an uns, für die wir dann vor Ort, in der Wohnung, eine Lösung suchen.“

Ab dem 1. April ist die Wohnberatung der Lebenshilfe an ihrem neuen Standort zu finden: Landabsatz 10, Waltrop. Tel. 0 23 09 78 78 32 @ p.pagel@lebenshilfe-waltrop.de

„Dass das Thema barrierefreies Wohnen nicht gerade sexy ist, können sie sogar auf Baumessen sehen“, so Pagel. „Wenn die Sachen nicht gerade super stylisch sind und nur ein bisschen nach altersgerechtem Wohnen aussehen, machen die Leute direkt einen großen Bogen um so einen Stand.“ Auch Pflegedienste nehmen regelmäßig Kontakt zu Peter Pagel auf, wenn es darum geht, das Optimum für die von ihnen betreuten Patienten zu erreichen. Er gibt dann, unter anderem, Auskunft über Fördermöglichkeiten für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen.

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