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Protest vor dem Kraftwerk Datteln 4: Einen Tag nach der Besetzung wurden Schriftzüge auf den Kühlturm projiziert.

Aktivisten auf dem Portalkratzer

Kraftwerk Datteln 4: Steuerzahler müssen wohl für Polizei-Einsatz aufkommen

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Umweltaktivisten hatten am Dienstag erneut das Kraftwerk Datteln 4 besetzt. Die Polizei nahm sie in Gewahrsam. Vor der Polizei in Recklinghausen formierte sich eine Spontan-Demo.

  • Elf Umweltaktivisten waren auf dem Kraftwerksgelände - die Polizei nahm sie später in Gewahrsam
  • Sie haben wieder einen Portalkratzer, der die Kohle aus dem Lager zum Förderband transportiert, besetzt
  • Die Polizei war unter anderem mit einem Höheninterventionsteam im Großeinsatz

Update, 26. Februar 17.15 Uhr:

Die Besetzung des Kraftwerks Datteln 4 am Dienstag (25. Februar) durch elf Aktivisten führte für die Polizei zu einem Großeinsatz, der den ganzen Tag andauerte. Aber wer zahlt die Kosten dafür? Die Antwort: Der Steuerzahler.

Einsatz in Datteln mit Bundesligaspielen vergleichbar

„Wir werden das noch genau prüfen, aber es gibt dafür sehr hohe rechtliche Hürden, um den Störern im Nachhinein Kosten aufbrummen zu können“, sagt Polizei-Sprecherin Ramona Hörst auf Nachfrage.

Auch Uniper kann nach Einschätzung der Polizeisprecherin nicht an den Kosten beteiligt werden. Vom Prinzip her sei das zu vergleichen mit Polizeieinsätzen bei einem Bundesligaspiel. Das gehöre zu den allgemeinen, öffentlichen Aufgaben der Polizei.

Personen halten sich in alten Bauernhöfen in Datteln auf  

Unweit des Kraftwerks in Datteln befinden sich drei alte, leerstehende Bauernhöfe, die ebenfalls Betreiber Uniper gehören. Dort hatten sich im Februar laut Polizei fünf Personen illegal aufgehalten.

Gegen die hat Uniper ebenfalls Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet. Ob es sich bei dieser aus Bergkamen stammenden Gruppe ebenfalls um Umweltaktivisten handelt, wollten weder Polizei noch Uniper bestätigen.

Update, 26. Februar, 8.50 Uhr: Nach der Besetzung des Kraftwerks sind die Proteste der Umweltaktivisten gegen Datteln 4 am Tag darauf fortgesetzt worden, allerdings friedlich.

Schriftzüge auf dem Kühlturm in Datteln

Laut Polizei haben Aktivisten von einem Lkw am Parkplatz an der Seilscheibe mittels Beamer Schriftzüge wie "Datteln 4 stoppen wir" auf den Kühlturm projiziert. Einige sollen einen Greenpeace-Schriftzug auf den Jacken gehabt haben. 

Die Aktion dauerte eine Stunde. Ob ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorliegt, wird nun geprüft.

Update, 26. Februar, 00.28 Uhr: Wie ein Polizeisprecher mitteilt, werden die elf in Gewahrsam genommenen Aktivisten nach und nach entlassen. Die Teilnehmer der Mahnwache vor dem Dienstgebäude äußerten sich in einem Telefonat mit unserer Redaktion erleichtert über diese Nachricht. Sie wollen aber vor dem Dienstgebäude am Beisinger Weg bleiben, bis sämtliche Aktivisten wieder auf freiem Fuß sind.

Update 23.10 Uhr: 

Die "Spontan-Demo" vor dem Polizeipräsidium in Recklinghausen, zu der sich eine kleine Gruppe versammelt hatte, wurde von den Anwesenden frühzeitig beendet. Nach ihrem Kenntnisstand würden sich die elf in Gewahrsam genommenen Aktivisten nicht im Präsidium am Westerholter Weg 27 in Recklinghausen befinden. Daher gebe es keinen Grund, die Mahnwache dort abzuhalten.

Update 20.30 Uhr:

Vor dem Polizeipräsidium in Recklinghausen hat sich derweil ein kleines Grüppchen zu einer "Spontan-Demo" versammelt - aus Solidarität mit den in Gewahrsam genommenen, wie es hieß. Die dortigen Aktivisten erklärten sich solidarisch mit den Zielen der Kraftwerks-Besetzer. Die Blockade sei zwar beendet, doch die Aktion sei es erst, wenn alle wieder aus dem Gewahrsam entlassen sind, hieß es. Ihnen sei klar, dass das bis zu sieben Tage dauern könne, sagten die Aktivisten. Die Aktion sei im Übrigen angemeldet. Auf Twitter hatten sie zu der Sache eingeladen.

Polizei fotografierte Aktivisten in Recklinghausen

Die Polizei fotografierte derweil die "Mahnwachenden", und als diese dagegen protestierten, hätten die Beamten erklärt, das seien keine offiziellen Fotos.

Update 18.06 Uhr: Wie die Polizei auf Twitter mitteilt, sind alle elf Aktivisten nun in Gewahrsam genommen worden. Kraftwerksbetreiber Uniper habe Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt. Die polizeilichen Ermittlungen dauern noch an.

Mahnwache in Datteln konnte doch besucht werden

Update 17.58 Uhr: 

Die Mahnwache konnten derweil alle Personen besuchen, die an der Veranstaltung teilnehmen wollten. Die Polizei habe laut Sprecherin Ramona Hörst die Personen zwar kontrolliert und sie unter Aufsicht zum Veranstaltungsort an die Löringhofstraße gebracht, verwehrt wurde der Zugang aber keiner der Personen. 

Drei Aktivisten sind noch auf dem Gelände von Datteln 4

Update 15.30 Uhr:

Das Höheninterventionsteam bereitet sich nun darauf vor, auch die letzten drei Aktivisten von einem zweiten Portalkratzer in Gewahrsam zu nehmen. Die Aktivisten stiegen weiter in die Höhe, um ihre Position auf dem Gelände nicht aufgeben zu müssen.

Update 14.35 Uhr:

Auch der Aktivist an der Spitze des Portalkratzers wurde mit dem Hubsteiger heruntergeholt und wird nun von der Polizei in Gewahrsam genommen. Die Einsatzkräfte entfernten zudem ein Banner auf dem das Wort "Aus" zu lesen war.

Hubsteiger kommt in Datteln zum Einsatz

Update 14.23 Uhr: 

Nun kommt auch ein sogenannter Hubsteiger zum Einsatz, damit die Einsatzkräfte die zwei Aktivisten an der Spitze des Portalkratzers erreichen können. Einer der beiden Personen stieg ohne große Gegenwehr in die Kabine des Hubsteigers ein und wurde unter der Begleitung des Höheninterventionsteams zum Boden gebracht. 

Nun ist noch ein Aktivist ganz oben an der Spitze sichtbar. Auch zwischen den Eimerketten des Portalkratzers ist noch ein Aktivist sichtbar. Ob sich noch weitere Personen auf dem Gelände befinden ist derzeit nicht bekannt.

Aktivist sitzt in Datteln auf Portalkratzer 

Update 14 Uhr: 

Die Höheninterventionsteams haben nun fast die Spitze des Portalkratzers erreicht. Ganz oben sitzt ein Aktivist auf der Spitze. Darunter befindet sich ein weiterer Aktivist. Die Einsatzkräfte nahmen der Person den Rucksack ab. Sie befindet sich aber noch auf dem Portalkratzer.

Der Dattelner Andreas Bylebyl wollte derweil von Dattelner Seite mit dem Fahrrad zum Ort der Mahnwache gelangen. Laut seiner Aussage haben ihm die Einsatzkräfte vorerst den Zugang nicht gestattet. Er solle aus Richtung Waltrop zur Mahnwache fahren, habe die Polizei ihm gesagt.

Letztendlich gestattete die Polizei dem Dattelner dann aber doch den Zugang zur Mahnwache über Datteln. Er wurde zum Ort der Mahnwache von der Polizei begleitet.

Besetzer werden in Datteln in Gewahrsam genommen

Update 13.10 Uhr: 

Wie die Polizei auf Twitter bekannt gibt, sind vier weitere Besetzer der Portalkratzer in Gewahrsam genommen worden.

Teilnehmern an der Mahnwache an der Straße "Im Löringhof" wird der Zugang sowohl von Dattelner als auch von Waltroper Seite gestattet, erklärt die Polizei. Für den Durchgangsverkehr bleibt die Straße aber weiterhin gesperrt.

Update 12.48 Uhr:

Zwei der Aktivisten haben sich anscheinend auf der Spitze des Portalkratzers eingefunden, um dem Höheninterventionsteam der Polizei zu entkommen.

Polizei beginnt mit Zugriff in Datteln

Update 12.35 Uhr: 

Die Polizei hat mit dem Zugriff auf den Portalkratzer begonnen.

Update 12.20 Uhr:

Die Höhenretter der Polizei seilen sich aktuell ab, um auch die weiteren Aktivisten in Gewahrsam zu nehmen. Auch Krankenwagen fahren vor dem Uniper-Gelände vor. 

Aktivistin "Kati" berichtet ebenfalls davon, dass zwei der Aktivisten bereits "weggetragen" worden sind. Derzeit sieht alles danach aus, dass das Gelände zeitnah geräumt wird.

Update 12 Uhr:

Wie die Polizei NRW auf Twitter mitteilt, wurden zwei der Aktivisten, die sich widerrechtlich auf dem Gelände des Kraftwerks aufgehalten haben, in Gewahrsam genommen. Nach unbestätigten Informationen wird aktuell ein Einsatz der Höhenretter vorbereitet, die Aktivisten von dem Portalkratzer herunterzuholen. 

Nach ersten Erkenntnissen seien die Aktivisten wieder über die Felder aus Richtung "Schwarzer Weg" zum Kraftwerksgelände gekommen. Die Polizei hat an einem Zaun auf dieser Seite eine Leiter gefunden, mit der die Aktivisten die Absperrung überwunden haben könnten.

Datteln: "D4-vom-Netz" ruft auf Twitter zu einer Kundgebung auf 

Die Gruppe "D4-vom-Netz" schreibt derweil auf Twitter, dass an den Eisenbahnschienen am Kraftwerk eine Kundgebung stattfinden soll. Die Polizei würde den Zugang zu den Schienen von Dattelner Seite aber verhindern. Von Waltroper Seite sei der Zugang jedoch möglich, schreibt die Gruppe auf Twitter.

Update 11.25 Uhr: 

Die Polizei führt auf der Löringhofstraße in Höhe des Kreisverkehrs sowie auf Waltroper Seite an der Recklinghäuser Straße aktuell Fahrzeugkontrollen durch. Laut Polizei können Personen mit einem berechtigten Anliegen passieren, alle Verkehrsteilnehmer würden aber kontrolliert werden.

Update 11 Uhr: 

Tatjana Rösch hält mit zwei weiteren Aktivistinnen vor dem Kraftwerk Datteln 4 aktuell eine Mahnwache ab. Die drei Personen wollen sich nach eigener Aussage mit den Kraftwerksbesetzern solidarisch zeigen, aber auch auf die Menschen in Kohleregionen wie Russland und Kolumbien aufmerksam machen.

Aktivisten besetzen das Kraftwerk Datteln 4

Elf Aktivisten haben einen Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerks Datteln 4 besetzt - sie wollen den aktuellen Probebetrieb lahmlegen. © Balint
Elf Aktivisten haben einen Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerks Datteln 4 besetzt - sie wollen den aktuellen Probebetrieb lahmlegen. © Balint
Elf Aktivisten haben einen Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerks Datteln 4 besetzt - sie wollen den aktuellen Probebetrieb lahmlegen. © Balint
Elf Aktivisten haben einen Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerks Datteln 4 besetzt - sie wollen den aktuellen Probebetrieb lahmlegen. © Balint
Elf Aktivisten haben einen Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerks Datteln 4 besetzt - sie wollen den aktuellen Probebetrieb lahmlegen. © Balint
Elf Aktivisten haben einen Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerks Datteln 4 besetzt - sie wollen den aktuellen Probebetrieb lahmlegen. © Balint
Elf Aktivisten haben einen Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerks Datteln 4 besetzt - sie wollen den aktuellen Probebetrieb lahmlegen. © Balint
Elf Aktivisten haben einen Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerks Datteln 4 besetzt - sie wollen den aktuellen Probebetrieb lahmlegen. © Balint
Elf Aktivisten haben einen Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerks Datteln 4 besetzt - sie wollen den aktuellen Probebetrieb lahmlegen. © Balint
Elf Aktivisten haben einen Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerks Datteln 4 besetzt - sie wollen den aktuellen Probebetrieb lahmlegen. © Balint
Elf Aktivisten haben einen Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerks Datteln 4 besetzt - sie wollen den aktuellen Probebetrieb lahmlegen. © Balint
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Elf Aktivisten haben einen Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerks Datteln 4 besetzt - sie wollen den aktuellen Probebetrieb lahmlegen. © Balint
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Elf Aktivisten haben einen Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerks Datteln 4 besetzt - sie wollen den aktuellen Probebetrieb lahmlegen. © Balint
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Elf Aktivisten haben einen Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerks Datteln 4 besetzt - sie wollen den aktuellen Probebetrieb lahmlegen. © Balint
Elf Aktivisten haben einen Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerks Datteln 4 besetzt - sie wollen den aktuellen Probebetrieb lahmlegen. © Balint
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Elf Aktivisten haben einen Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerks Datteln 4 besetzt - sie wollen den aktuellen Probebetrieb lahmlegen. © Balint
Elf Aktivisten haben einen Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerks Datteln 4 besetzt - sie wollen den aktuellen Probebetrieb lahmlegen. © Balint

Update 10.20 Uhr: 

Elf Aktivisten befinden sich derzeit auf dem Uniper-Kraftwerksgelände. Die Besetzung sei keine Aktion der Bewegung "Ende Gelände", sondern ein Zusammenschluss mehrer einzelner Aktivisten. Diese Informationen bestätigt Linus, einer der Aktivisten, der zurzeit am Portalkratzer festgekettet ist am Telefon. 

Datteln: Aktivist meldet sich zu Wort: Betrieb soll gestoppt werden

Laut dem Aktivist Linus ist die Gruppe für eine Besetzung von mehreren Stunden bis hin zu Tagen vorbereitet. Ihr Ziel ist es, die Kohlezufuhr zu stoppen und  so lange durchzuhalten, bis die vorhandene Kohle verbrannt ist, sodass der Betrieb gestoppt werden muss. Über den Portalkratzer, der aktuell besetzt wird, wird Kohle auf die Förderbänder geladen.

Update: 9.12 Uhr:

Nun scheinen die Aktivisten über die sozialen Netzwerke zu versuchen, weitere Gleichgesinnte zu aktivieren. Mittlerweile ist auch die Höhenrettung der Feuerwehr vor Ort. Auf einem Flugblatt dokumentieren die Demonstranten ihren Plan: Ihnen ginge es darum, die Abschaltung des Kraftwerks zu erzwingen. "Wir fordern einen sofortigen Kohleausstieg", heißt es in einer Erklärung der Gruppe. Denn nur so könne etwas gegen die Klimakrise getan werden.

Zudem schreiben sie, dass der Betreiber Uniper die Kohle vor allem aus Russland und Kolumbien importiere, wo unter menschenunwürdigen Bedingungen gearbeitet würde. Als Initiatoren gibt sich eine Gruppe "Datteln 4 vom Netz" zu erkennen.

Die ersten Bilder von Datteln 4 am Morgen

Wir sind live vor Ort am Kraftwerk Datteln 4 und haben eine erste Einschätzung der Lage im Video. Zudem scheint mittlerweile klar zu sein, dass sich mehr als zehn Menschen auf dem Gelände an einem Bagger und Kratzer angekettet haben.


Polizei bestätigt die Besetzung

Die Polizei hat soeben bestätigt, dass rund ein Dutzend Umweltaktivisten auf das Kraftwerksgelände in Datteln eingedrungen sind, und erneut einen sogenannten Portalkratzer besetzt haben. Wie die Demonstranten auf das Gelände gekommen sind, ist noch unklar.

Hubschrauber schwebt über dem Kraftwerk in Datteln

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot in Datteln im Einsatz. Ein Hubschrauber schwebt über dem Gelände. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Umweltaktivisten vor kurzem "spontan" eine Mahnwache bei der Polizei angemeldet haben. Weitere Informationen gibt es zurzeit noch nicht.

Die Polizei ist am Dattelner Kraftwerk im Einsatz.

Unsere Erstberichterstattung von 7.51 Uhr

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot am Dattelner Kraftwerk im Einsatz. Auch ein Hubschrauber fliegt über das Gelände. Offenbar gibt es wieder eine Besetzungsaktion von Umweltschützern.

Noch ist die Lage unklar. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden.

Unsere Berichterstattung zur ersten Besetzung:

Bereits am 2. Februar hatte es eine große Aktion rund um das Kraftwerk und eine Besetzung von Datteln 4 gegeben. Wir hatten ausführlich berichtet.

Hier noch einmal die Zusammenfassung.

Im Kohlekraftwerk Datteln 4 will Betreiber Uniper trotz Genehmigung kein Petrolkoks verbrennen - diese Zusage gibt es bis jetzt allerdings nur mündlich.

Als Umwelttechnikerin weiß Mira Finkenbusch, wovon sie redet. Die Waltroperin sagt: Das Kraftwerk Datteln 4 steht an einem Ort, wo es nicht hingehört.

430 Teilnehmer haben an der letzten Fridays-for-Future-Demonstration in Datteln teilgenommen. Jetzt kündigt das Anti-Kohle-Bündnis "Ende Gelände" eine Protest-Aktion am Kraftwerk an.

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