Franz-Josef Schmülling (l.) hilft ab und zu noch aus. Sohn Christian hat vor zwei Jahren übernommen.
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Franz-Josef Schmülling (l.) hilft ab und zu noch aus. Sohn Christian hat vor zwei Jahren übernommen.

Bratwurst, Pommes und Gulaschsuppe

„Pommes Franz“ hat in Datteln und Umgebung Tradition - doch in der Corona-Krise muss der mobile Imbiss kämpfen

  • Fabian Hollenhorst
    vonFabian Hollenhorst
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  • Sebastian Balint
    Sebastian Balint
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Als Franz-Josef Schmülling 1966 seine Metzgerlehre beendete, ahnte er noch nicht, dass man ihn später nur noch „Pommes Franz“ ruft.

Um eine wirklich gute Fritte auf den Teller zu bringen, braucht es viel Erfahrung und das richtige Händchen, sagt Franz-Josef Schmülling, der seit Ende der 1970er Jahre als Pommes-Franz in der Region bekannt ist. Vor zwei Jahren gab er sein mobiles Unternehmen an seinen Sohn Christian weiter. Und der hat jetzt Tag für Tag mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen.

Franz-Josef Schmülling eröffnete 1979 seinen mobilen Imbiss. „Weil ich die Fritten so zubereiten wollte, wie sie mir gut schmecken“, erinnert er sich. Es dauerte nicht lange, da riefen ihn die Leute nur noch „Pommes Franz“ - und er nutzte die Gunst der Stunde und benannte sein Unternehmen nach diesem Spitznamen.

Franz-Josef Schmülling bereitete da schon längst den nächsten Clou vor. Sein Plan: Er will einen der begehrten Standplätze auf dem Waltroper Parkfest. Doch das war damals gar nicht so einfach, wie sich Schmülling noch gut erinnern kann. „Man musste schon was Besonderes vorweisen können, um einen der Plätze zu bekommen“, sagt er.

Datteln: Mobiler Imbiss von Pommes Franz mit schwerem Stand in der Corona-Krise

Vor zwei Jahren fand Franz-Josef Schmülling, dass es an der Zeit sei, sich langsam aus dem Geschäft zurückzuziehen. Also gab er den Staffelstab beziehungsweise die Kartoffel-Stäbchen, an seinen Sohn Christian Nobach (41) weiter. „Ich musste gar nicht lange überlegen“, erinnert sich Nobach. „Ich war ja oft genug mit Franz unterwegs und wusste, was auf mich zukommt“, sagt der 41-Jährige. „Doch dann kam Corona.“

Nach dem Dattelner Mai in diesem Jahr sei eine Welt zusammengebrochen, sagt Nobach. „Keine Einkünfte, kein Leben.“ Festivals und Stadtfeste finden bis auf Weiteres nicht mehr statt. Doch auf genau die war das Geschäftsmodell ausgelegt. Nobach spricht beim hiesigen Raiffeisen-Markt vor, um sich dort um einen Standplatz zu bemühen.

Nun steht dort tagtäglich der Pommes-Franz, der eigentlich Christian heißt. „Noch komme ich über die Runden“, sagt er. „Aber die Saure-Gurken-Zeit kommt erst noch.“ Aber selbst die will er nutzen, um neue Ideen auszuarbeiten.

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