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Mit Abstand positionierten sich die 20 Teilnehmer an der vom Umweltverband BUND organisierten Mahnwache vor dem Uniper-Kohlekraftwerk Datteln 4. 

Umweltschützer am Uniper-Gelände

Mahnwache vor dem Kraftwerk Datteln 4 statt Protest in Helsinki - BUND mit Appell an Finnland

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An Großdemonstrationen ist in Zeiten der Corona-Krise nicht zu denken. 20 Umweltschützer durften in Datteln aber doch protestierten.

  • Umweltverband BUND mit Mahnwache vor dem Uniper-Kohlekraftwerk Datteln 4
  • Grund ist die Hauptversammlung des finnischen Energieunternehmens Fortum
  • Fortum ist Mehrheitseigner von Uniper und gehört zu 51 Prozent der Regierung in Finnland

Eigentlich hätte der BUND die Hauptversammlung des finnischen Energieunternehmens Fortum dazu genutzt, in der Hauptstadt Helsinki zu protestieren. Aufgrund der Corona-Krise war das nicht möglich.

Mahnwache vor dem Kraftwerk Datteln 4 | cityInfo.TV

Mahnwache vor dem Kraftwerk Datteln 4 | cityInfo.TV

Also meldeten sie eine Mahnwache vor dem Kraftwerk Datteln 4 an, um gegen die Kohleverstromung zu protestieren. Mit strengen Auflagen und wegen des aktuellen Anlasses gestatte die Stadt Datteln es 20 Personen, sich vor dem Kraftwerk zu versammeln. 

Datteln: Umweltschützer mit Kritik an Unternehmen und Regierungen

Neben Uniper und Fortum stehen auch die Bundes- und Landesregierung sowie die finnische Regierung im Fokus der Kritik. Denn Letztere hält mit 51 Prozent die Mehrheit an Fortum. Während gerade die NRW-Landesregierung das Kraftwerk „mit aller Gewalt“ unterstützt, wie BUND-Sprecher Dirk Jansen sagt, gebe es deutliche Rückschritte beim Ausbau erneuerbarer Energien. 

Datteln: Mehr als 27.000 Menschen sagen "Nein" zu Datteln 4

Die Auswirkungen zeigten sich beim Klimawandel: Landwirte fürchten das dritte Dürre-Jahr, der Grundwasserpegel ist niedrig. „Nicht nur wir 20, sondern mehr als 27.000 Menschen online senden den Appell an die finnische Ministerpräsidentin, Nein zu Datteln 4 zu sagen“, fügt Jansen hinzu.

Das Thema Klimaschutz bleibt weiter aktuell -Fridays for Future will nun im Netz weiter für Wirbel sorgen.

Zuletzt besetzten Aktivisten Portalkratzer auf dem Gelände des Kraftwerkes - damit will Uniper nun gegen ungebetene Gäste vorgehen.

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