1915 gab es im Rathaus in Datteln eine Polizeistation und eine Sparkasse.

NRW-Heimatministeriums auf der Suche

Das Rathaus in Datteln steht falsch herum - gewinnt es trotzdem einen Schönheitswettbewerb?

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  • Fabian Hollenhorst
    Fabian Hollenhorst
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Hat das Rathaus in Datteln einen Schönheitspreis verdient? Das 1912 fertiggestellte Bauwerk steht aus heutiger Sicht falsch herum - das steckt dahinter:

  • Das Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in Nordrhein-Westfalen sucht in einem besonderen Wettbewerb das schönste Rathaus im Bundesland.
  • Ab Ende Februar 2020 können die Menschen in NRW online auf der Internetseite des Ministeriums über mehr als 70 Vorschläge abstimmen - darunter auch das Dattelner Rathaus. Das Gewinner-Rathaus wird am 28. März auf dem Heimatkongress von Ministerin Ina Scharrenbach ausgezeichnet.
  • Das Ministerium hat in den vorgeschlagenen Städten ein Bewerbungsvideo mit den Bürgermeistern gedreht. Jeden Tag veröffentlicht das Ministerium eines dieser Videos. 

Eine bemerkenswerte Geschichte hat das Dattelner Rathaus allemal: eigentlich steht es falsch herum. Der Haupteingang mit dem großen Portal weist zum Lohbusch, zur Innenstadt hin gibt es eine Tür, die mehr einem Dienstboteneingang ähnelt.

Schön oder nicht? Das Rathaus in Datteln ist für einen Schönheitswettbewerb nominiert.


"Verplant" hatte sich Amtmann Rudolf von Bülow, der das Gebäude errichten lies, eigentlich nicht. Er ging schlichtweg davon aus, dass Datteln einen anderen Weg gehen wird - sind eher gen Norden ausbreitet. Laut Rosemarie Schloßer, VHS-Leiterin und Heimatexpertin, waren die Pläne für den Bau der Kanäle für seine Einschätzung verantwortlich.

Von Bülow ging davon aus, dass sich das wirtschaftliche Treiben der Stadt zukünftig rund um das große Hafenbecken am Dattelner Meer abspielen wird. Dem war nicht so.

Datteln: Kritik der Bürger - gigantische Planung

Mit dem Bau waren nicht alle Dattelner Bürger einverstanden: 300.000 Mark kostete das Rathaus. Für viele war es zu gigantisch geplant. Laut Rosemarie Schloßer dachte der Amtmann aber durchaus zukunftsweisend. Denn von 1906 bis 1912 konnte Datteln seine Einwohnerzahl verdoppeln. Und das Amt Datteln war neben der Kanalstadt auch für Oer-Erkenschwick, Rapen, Ahsen und Flaesheim zuständig.

Der große Bau beinhaltete zudem eine Polizeistation mit drei Zellen, eine Sparkasse sowie zwei Wohnungen - eine für von Bülow selbst und eine für Rentmeister, der damals eine Art Kämmerer war.#

Datteln: Ein glücklicher Zufall - Bauernfamilie verkauft Grundstück

Zusätzlich für die 300.000 Euro für den Bau musste Rudolf von Bülow noch satte 172.000 Mark für das Grundstück des heutigen Rathauses hinblättern. Dort lebte eigentlich die Bauernfamilie Brauckmann, die den heutigen Dorfschultenhof bewohnte. Durch eine Hochzeit kam die Familie an einen zweiten Hof, wollte sich dort vergrößern und überlies dem Amtmann Rathaus und Lohbusch.


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