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Mit Stacheldraht wollen die Betreiber Aktivisten am Betreten des Geländes hindern.

Datteln 4

Uniper rüstet in Datteln auf - Stacheldraht am Kraftwerk soll Aktivisten aufhalten

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Mehrfach war es Aktivisten im Februar gelungen, auf das Gelände des Steinkohlekraftwerks Datteln 4 vorzudringen. Trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen konnten sie zwei Portalkratzer besetzen. 

  • Zweimal ist es Umweltschützern gelungen, auf das Gelände des Kraftwerks Datteln 4 zu gelangen
  • Sie besetzten dabei zwei Portalkratzer und einen Bagger
  • Uniper ergreift nun weitere Maßnahmen zum Schutz des Geländes

Am Morgen des 2. Februar gelang es 120 Aktivisten, sich Zutritt zum Gelände des Kraftwerks zu verschaffen und zwei Portalkratzer zu besetzen. Es dauerte Stunden, bis die Polizei alle Aktivisten dazu bewegen konnte, die Förderbänder für die Kohleversorgung des Kraftwerks zu verlassen. Die Identifizierung der Umweltschützer erwies sich als schwierig, da sie keine Ausweisdokumente bei sich trugen und zudem ihre Fingerkuppen mit Sekundenkleber beschmiert hatten. Nur knapp drei Wochen später kam es zu einem ähnlichen Vorfall. Diesmal gelangten elf Personen auf das Werksgelände. In beiden Fällen erstatte Uniper Strafanzeige. Die Kosten für den Polizeieinsatz wird wohl der Steuerzahler tragen müssen.

Datteln: Uniper hat die Lage mit den Behörden analysiert

Der Betreiber will nun durch weitere Schutzmaßnahmen verhindern, dass solche Übertritte noch einmal vorkommen. Die Zäune des Geländes und auch das Gelände selbst wurden mittlerweile großflächig mit Stacheldraht versehen. Unternehmenssprecher Leif Erichsen bestätigt auf Nachfrage diese Maßnahmen.  "Wir haben gemeinsam mit den Behörden die Ereignisse der letzten Wochen analysiert", sagt er. Die jetzt sichtbaren Maßnahmen seien das Ergebnis dieser Erkenntnisse. Das Ziel der ergriffenen Maßnahmen sei nicht nur, das Eigentum des Unternehmens zu schützen, sondern auch die Sicherheit der Mitarbeiter vor Ort zu gewährleisten. 

Datteln: Besetzer bringen Mitarbeiter in Gefahr

"Die Aktivisten, die sich in den letzten Wochen unrechtmäßig Zutritt zu unserer Anlage verschafft haben, haben nicht nur sich selbst gefährdet", erklärt Erichsen. "Das Betreten des Geländes und das Besetzen der Maschinen bringt auch unsere Mitarbeiter und die der Behörden in Gefahr." Erichsen betont, dass das Unternehmen den Umweltschützern Verständnis entgegenbringe und das Demonstrationsrecht als wichtiges Mittel des Protests ansehe. "Aber durch das unerlaubte Betreten unseres Geländes haben diese Menschen sich strafbar gemacht", sagt Erichsen.

Erst kürzlich waren Anwohnern Kameras auf dem Kesselhaus des Kraftwerks aufgefallen. Doch dabei handelte es sich nicht um neu installierte Überwachungskameras. Diese seien schon sehr lange dort, erklärte Uniper Sprecherin Ilona Flechtner. "Es handelt sich dabei um einfache Objektschutz-Kameras." Diese dienten dazu, das Abdampfen zu überwachen. 

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