Auch in Datteln wird nun mit Neem-Öl gegen den Eichenprozessionsspinner vorgegangen.

Neem-Öl

Sprüh-Einsatz in Datteln: Ist das Mittel gegen den "Spinner" schädlich für Haustiere? 

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  • Sebastian Balint
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An vielen Stellen wurden in den vergangenen Tagen Flüssigkeiten versprüht. Die Dattelner machen sich Sorgen um ihre Haustiere - die Stadt entschuldigt sich. 

  • Mit Neem-Öl geht die Stadt Datteln gegen den Eichenprozessionsspinner vor
  • Sprüh-Fahrzeuge wurden von Bürgern im Stadtgebiet gesichtet
  • Stadtverwaltung verspricht bessere Kommunikation

Einige Dattelner wunderten sich über Fahrzeuge, die an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet eine Flüssigkeit versprühen. Wie die Stadtverwaltung erklärt, handelt es sich dabei um Schädlingsbekämpfer, die gegen den Eichenprozessionsspinner vorgehen.

„Wir hätten das frühzeitig kommunizieren müssen“, entschuldigt sich Stadtsprecher Dirk Lehmanski im Namen der Stadt Datteln. „Allerdings war das Zeitfenster zur Beauftragung des Unternehmens sehr klein, sodass wir das vergessen haben.“ Das dürfe nicht sein, räumt der Stadtsprecher ein. Über die nächsten Einsätze dieser Art würden die Dattelner Bürger zukünftig aber frühzeitig informiert.

Datteln: Hier wurde gesprüht - das sind die Gefahren 

Die Schädlingsbekämpfer haben sogenanntes Neem-Öl an ausgesuchten Orten in der Stadt versprüht. „Dabei handelt es sich um Plätze, die nach unserem Kenntnisstand besonders betroffen waren“, sagt Lehmanski. Eingesetzt wurde das Neem-Öl am Lohbusch, am Ostring (in Höhe des Wasserschifffahrtsamtes), am Hauptfriedhof und am Berliner Platz. 

Für Menschen und Kleintiere sei das versprühte Mittel nicht schädlich, sagt Stadtsprecher Dirk Lehmanski. Er müsse jedoch einräumen, dass das sehr fein versprühte Mittel einen Ölfilm auf Fahrzeugen und bei geöffneten Fenstern auch auf Möbeln und anderen Gegenständen hinterlassen kann. Für dieses Jahr ist die Maßnahme jedoch abgeschlossen, da das Öl nur wirksam ist, bevor die Raupen schlüpfen.

Datteln: Neem-Öl wirkt nicht bei ausgewachsenen Schädlingen

Neem-Öl wird aus den Samen der Steinfrüchte des Niembaumes gewonnen. Eingesetzt wird es als pflanzliches Schädlingsbekämpfungsmittel, aber auch zur Bekämpfung von Parasiten (z.B. Kopfläuse) auf Mensch und Tier. Durch den Einsatz des Öls soll verhindert werden, dass die Larven des Schädlings sich häuten und verpuppen können. Bei ausgewachsenen Schädlingen zeigt das Mittel allerdings kaum Wirkung.

Datteln: Kohle und Kanal - doch die Stadt am nördlichen Rand des Ruhrgebietes hat noch mehr zu bieten.

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