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Dattelns Kulturtempel ist mehr als 100 Jahre alt. Es wird Zeit für eine Grundsanierung.

Millionen-Investition

In Datteln wird im nächsten Jahr die Stadthalle saniert, kommen die Stars trotzdem?

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Datteln: Atze Schröder, Till Brönner, Herbert Knebel. Sie alle haben in der Stadthalle gespielt. Müssen die Dattelner nun wegen der Sanierungsarbeiten auf die Auftritte der großen Stars verzichten?

Die Stadthalle hat schon über 100 Jahre auf dem Buckel. Dass einmal umfangreiche Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten anstehen würden, war nur eine Frage der Zeit. Doch die Stadt Datteln ist eine Stärkungspakt-Kommune und muss den Haushalt samt aller geplanten Investitionen erst in Münster absegnen lassen.  

Bei der Umgestaltung und Modernisierung wird aber nicht nur an der Oberfläche gearbeitet. Zwar soll auch die Fassade des Gebäudes erneuert werden, vor allem geht es aber den Austausch alter Technik im Haus. Aktuell wird die Grundlagenermittlung im Haus durchgeführt, bevor dann entsprechende Aufträge ausgeschrieben werden können. 

Datteln: Auch die Wünsche der Künstler werden berücksichtigt

Bei der Erneuerung der Haus- und Bühnentechnik will die Stadtverwaltung auch auf Tipps und Wünsche von Künstlern und Veranstaltern eingehen. Etwa dann, wenn es um die Beschallung oder Beleuchtung auf der Bühne geht. 14 bis 18 Monate sollen die Arbeiten beanspruchen.

Etwa 1,5 Millionen Euro soll das Vorhaben die Stadt Datteln kosten. Allein aus dem Haushalt wäre das nicht zu stemmen. Das die beliebte Veranstaltungsstätte dennoch eine Verjüngungskur erfahren darf, hat einen Grund. 90 Prozent der Kosten werden durch Mittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz Nordrhein-Westfalen (KInvFöG NRW) abgedeckt. Den Rest muss die Stadt selber aufbringen.

Datteln: Kommen die Stars trotzdem in die Kanalstadt?

Seit Jahren ist die Stadthalle eine beliebte Spielstätte für viele große Stars aus der Comedy-, Kabarett- und Musik-Szene. Star-Trompeter Till Brönner etwa war dem Charme der holzvertäfelten Halle erlegen und attestierte ihr eine gute Akustik. Auch Herman van Veen und der ehemalige Genesis Frontmann Ray Wilson spielten in der Halle. 

Mehrfach waren mit Atze Schröder, Hebert Knebel und Johann König die absoluten Top-Stars der deutschen Comedy-Szene zu Gast. Damit das auch in Zukunft so bleibt, arbeitet die Stadtverwaltung verstärkt daran, Ersatz für den Zeitraum der Sanierungsarbeiten zu finden. Noch ist nichts spruchreif, aber dem Vernehmen nach kommen sogar Kirchen als Spielstätten für das Kulturprogramm in Betracht. 

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